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Federpicken bei Hühnern

Wir haben 20Hühner im Freilauf, die sich und dem Hahn sehr stark die Federn auspicken. Den Stall haben wir bereits gegen Milben behandelt.

 

Antworten (5)

Nährstoffmangel ist am Anfang der Grund für das Federpicken. Hühner, die lange Federn picken, können sich daran gewöhnen. Neue Hühner sollten nicht zu diesen eingestallt werden, weil diese dann auch das Federpicken anfangen. Wir kaufen über den Landhan­del Mineralkalk und mischen noch Mineralstoffe für das Huf­wachstum von Pferden im Ver­hältnis 3:1 dazu. Täglich geben wir einen Kaffeelöffel für fünf Hühner zum Futter.
Vor mehr als acht Jahren habe ich einen Hühnerbestand von 15 Hennen und zwei Häh­nen übernommen, die auch diese Unart hatten. Nachdem ich dazu übergegangen bin, ihnen täglich einen Liter Rohmilch mit einer gehobelten Möhre zu füttern, verschwand das Problem ganz und ist auch nie wieder vorge­kommen.
Das Bekämpfen von Milben und Haarlingen, von Stall-Unge­ziefer jeglicher Art, ist sinnvoll, ebenso wie die Einrichtung eines Sand-oder Aschebades. Um das Federpicken in den Griff zu be­kommen, sollte dem Trinkwasser eine Mischung von Vitaminen und Mineralstoffen zugesetzt werden. Diese Zusätze sind in je­dem landwirtschaftlichen Lager­haus vorrätig. Die Anwendung ist einfach. Außerdem kann man den Hühnern eine Alternative zum Federpicken anbieten: gan­ze Futterrüben, Äpfel, Kohlköpfe, Gurken, harte Brot-und Bröt­chenreste, Hühnerkuchen mit Speck und Quark. Beobachten Sie Ihre Hühner: Sollte sich eines oder auch zwei als besonders hartnäckiger Federpicker heraus­stellen, dann gilt: Ab in die Sup­pe!
Nach erhöter Zugabe von Legemehl hörte bei unseren Hühnern das Picken auf.
Das Problem ist trotz inten­siver Forschung noch ungelöst. Der Reiz der Pickens besteht da­rin, dass in jedem Federkiel ein kleines Bluttröpfchen steckt, das von den Hühnern als Leckerbis­senwahrgenommenwird.Haupt­ursache ist meist, wenn zu viele Tiere auf engem Raum gehalten werden. Hühner brauchen Bewe­gung und Beschäftigung. Wichtig ist auch eine vielseitige Ernäh­rung. Dazu gehören Mineralstof­fe und Grit sowie Grünzeug, wenn kein Grasauslauf vorhan­den ist. Im Winter eignen sich Kohl oder Fütterrüben, die der Länge nach aufgeschnitten wur­den. Beim Kauf sollte darauf ge­achtet werden, dass die Tiere ein schönes, glattes Gefieder haben. Wenn Tiere dabei sind, die be­reits ein zerrupftes Gefieder ha­ben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass hier das Übel schon vorhanden ist.

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