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Ländliche Freilichtmuseen

Erlebbare Vergangenheit

Mitte bis Ende März starteten die sieben Freilichtmuseen in Baden-Württemberg in die neue Saison. Auf der Jahresversammlung der Arbeitsgemeinschaft der „Sieben im Süden“ blickten sie auf einen Besucherrekord im Jahr 2025 zurück und präsentierten die diesjährigen Programmschwerpunkte.
von Redaktion Erschienen am 22.04.2026

Artikelzusammenfassung


Die Zusammenfassung wird von einer KI generiert und kann inhaltliche Fehler enthalten.
Im Museumsdorf in Neuhausen ob Eck erfahren Besucher, wie Menschen in den ländlichen Regionen der Schwäbischen Alb, im Schwarzwald und am Bodensee gelebt haben. © Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck

Mit einem Rekord von mehr als 700.000 Besucherinnen und Besuchern gehören die sieben Freilichtmuseen zu den beliebtesten Einrichtungen im Land. Staatssekretär Arne Braun vom zuständigen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst lobte auf der Jahresversammlung die Arbeit der Freilichtmuseen als wertvollen Beitrag zur kulturhistorischen Vermittlungsarbeit im ländlichen Raum.

„Die sieben regionalen ländlichen Freilichtmuseen sind Publikumsmagnete. Sie machen erlebte Geschichte zum Abenteuer, indem sie die Menschen mit auf eine Zeitreise nehmen. Sie erklären, wo wir herkommen, und das ist unverzichtbare Voraussetzung um herauszufinden, wo wir jetzt stehen und wohin wir gehen“, sagte er. Das sorge in diesen unübersichtlichen und aufgeregten Zeiten für Klarheit. Solche Ankerpunkte dienten dazu, dass Menschen sich orientieren können, Haltung entwickeln – um für Freiheit und Demokratie einzustehen.

Stefan Bär, Landrat des Landkreises Tuttlingen und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft, betonte die große thematische Bandbreite der kulturellen Angebote: „Wir sind Museen, die in der Breite eine große Bevölkerungsschicht ansprechen, vom Opa bis zur Enkelin.“ Dabei erwiesen sie sich einmal mehr als zentrale Orte des gesellschaftlichen Diskurses und der kulturellen Bildung im ländlichen Raum. „Wir sind stolz darauf, dass 44.000 Schülerinnen und Schüler in die Museen kamen und diese als außerschulischen Lernort genutzt haben.“

Lobende Worte für die Arbeitsgemeinschaft fand auch Shahab Sangestan, Leiter der Landesstelle für Museen Baden-Württemberg: „Die ‚Sieben im Süden‘ bilden ein einzigartiges Netz von Freilichtmuseen in Baden-Württemberg, das in Deutschland beispielgebend ist. Sie leisten Pionierarbeit in der Museumslandschaft.“

Nach dem Saisonauftakt rund um Ostern bieten nun alle Museen bis Anfang November spannende Aktionen, Veranstaltungen und Ausstellungen. Gleichzeitig wird im Hintergrund ständig an neuen Projekten gearbeitet. Im Freilandmuseum Gottersdorf etwa ist die Einrichtung eines museumspädagogischen Mehrzweckraums mit einer Schauküche geplant, im Freilichtmuseum Vogtsbauernhof steht die erste Weinlese am neuen Weinberg an, und in Neuhausen ob Eck rückt mit einer Ausstellung und Living History das alte Schul- und Rathaus in den Mittelpunkt. Im Museumsdorf Kürnbach können sich die Besucher über eine verbesserte Infrastruktur bei den Parkplätzen und über ein neues Eingangsgebäude freuen. Wackershofen bietet neue klimaneutrale Spielbereiche, und in Beuren startet die neue Museumsgastronomie mit einem inklusiven Bewirtungsteam.

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