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Ein Wochenblatt für Baden-Württemberg

Verändert und vertraut

Der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband (BLHV) und der Landesbauernverband (LBV) haben eine Kooperation initiiert, um die journalistische Stimme der Landwirtschaft in Baden-Württemberg zu stärken.

von Guido Krisam erschienen am 26.01.2026
Leser und Lesegewohnheiten verändern sich und so ist es nur folgerichtig, dass auch das­ ­Wochenblatt sich in Print und Online neu ­aufstellt. © BWW
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Wenn am Wochenende der Frühstückstisch gedeckt wird, greift jeder nach seinem eigenen Wochenblatt: Für den einen gehört das gedruckte Heft einfach zum Frühstücksritual. Andere schätzen die Vorteile der ePaper Ausgabe, bei der weitere Informationen immer nur einen Klick entfernt sind. Für wiederum andere ist das Smartphone längst zum Alltagsbegleiter geworden, also auch bei der Lektüre am Frühstückstisch. Dieses Bild steht für unser neues Wochenblatt – und für die Botschaft „Verändert – und vertraut“. Zeitungen, Radio, Fernsehen und Internet haben die Art verändert, wie wir Nachrichten konsumieren, und auch die Landwirtschaft wandelt sich. Doch der gemeinsame Küchentisch bleibt. Tradition und Fortschritt gehören zusammen, und das Wochenblatt begleitet jede Generation auf dem für sie passenden Kanal.

Eine neue Etappe

Mit der Ausgabe 5/2026 beginnt eine neue Etappe für die landwirtschaftliche Fachpresse in Baden-Württemberg. Aus der Badischen Bauernzeitung und BWagrar entsteht das Baden-Württembergische landwirtschaftliche Wochenblatt (BWWochenblatt) – eine neue Marke, die aus Stärke und Weitblick geboren ist, nicht aus Sparzwang. Diese Fusion entstand aus der Initiative von BLHV und LBV, die gemeinsam die Stimme der Landwirtschaft stärken wollen. Auch wenn sich der Titel ändert und das Heft moderner wirkt, bleibt die DNA Ihres Wochenblatts unverändert: Im Mittelpunkt stehen weiterhin die landwirtschaftlichen Familien im Land – als Praktiker, Unternehmer, Familienmenschen und Ehrenamtliche.

Warum ein Wochenblatt

Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Baden-Württemberg ist in den vergangenen 25 Jahren um knapp ein Drittel zurückgegangen. Dieser Strukturwandel stellt Fachmedien vor dieselbe Frage wie die Landwirte: Wie bleibt man präsent, wenn die Welt herausfordernder und komplexer wird? BBZ und BWagrar haben deshalb auf Initiative ihrer Herausgeberverbände BLHV und LBV beschlossen, ihre Kräfte zu bündeln. Ab Februar 2026 erscheint das Baden-Württembergische landwirtschaftliche Wochenblatt mit einem gemeinsamen Mantel und zwei regionalen Ausgaben. So können wir weiterhin aus drei Redaktionsstandorten – Stuttgart, Ravensburg und Freiburg – berichten und die landesweite Berichterstattung stärken. Diese Kooperation ist eine Offensive, um das Wochenblatt als Fachzeitschrift für die Landwirtschaft in Baden-Württemberg langfristig zu sichern. Die Kosten für Druck und Produktion steigen, und gleichzeitig verlagert sich die Mediennutzung immer stärker ins Digitale. Durch die Bündelung von Produktion und technischen Systemen entstehen Synergien, die wir gemeinsam in neue Formate und tiefere Recherche investieren. Alternativ hätten wir anstreben können, den Leserkreis im ländlichen Raum oder im Hobbybereich zu erweitern. Dann hätten wir aber agrarisches Profil verloren – wir gehen bewusst einen anderen Weg.

Unsere DNA

Trotz der neuen Marke ändert sich an unserem Versprechen nichts. Wir bleiben das einzige Medium, das landwirtschaftliche Familien in ihrer ganzen Vielfalt anspricht. Politik, Verbandsarbeit, Hof & Praxis und Mensch & Landleben – dieser Aufbau spiegelt die Lebenswelten unserer Leserinnen und Leser wider. Ob EU-Agrarreform, Stallbau, Hofnachfolge, Verbandsgeschehen oder Rezepte: Sie finden weiterhin die vertrauten Rubriken und die Berichterstattung aus Brüssel und Straßburg, aus Berlin, aus Stuttgart. Aber auch die Präsenz vor Ort in den Regionen gehört für uns zur DNA des Wochenblatts. Dieses in Jahrzehnten gewachsene Vertrauen nehmen wir mit in die Zukunft. Der Name Baden-Württembergisches Landwirtschaftliches Wochenblatt verbindet Tradition und Zukunft: Wir behalten den vertrauten Begriff „Wochenblatt“ bewusst bei. Etwa drei Viertel der Inhalte bilden landesweite Themen im gemeinsamen Mantel und ein Viertel bleibt regional – so finden Sie alles auf einen Blick. Die neue Marke steht für Klarheit, Verlässlichkeit, Verbundenheit, Impulse und Aktivierung.

Print als Anker

Viele Leser-Rückmeldungen haben gezeigt, dass Informationsgewohnheiten vielfältig sind. Manche lesen das Heft von vorne bis hinten, andere fangen mit den Marktdaten oder Kleinanzeigen an. Wiederum andere schätzen den schnellen Überblick auf dem Smartphone. Deshalb ergänzen wir das gedruckte Wochenblatt durch E-Paper, regelmäßige Newsletter und eine Website mit aktuellen Nachrichten und Hintergrundberichten. Landwirtschaft ist ein Generationenvertrag. Viele unserer Leser haben das Wochenblatt schon als Kind auf dem Küchentisch liegen sehen. Heute leben wir mit Smartphones und sozialen Netzwerken auf. Die gedruckte Information und das stöbern in einer Heftausgabe hat aber nach wie vor seinen Stellenwert. Wir möchten diese Welten verbinden: Das Heft bleibt der Anker, das E-Paper ermöglicht flexibles Lesen, Newsletter liefern schnelle Updates, Podcasts geben eine Stimme und Social-Media-Kanäle bringen uns direkt ins Gespräch. Jeder Nutzertyp wählt den Kanal, der gerade zu seinem Alltag passt.

Neue Struktur

Welche Informationen braucht die Landwirtschaft? Praktiker brauchen Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Erfahrungsaustausch, Unternehmer interessieren sich für Märkte und Investitionen, berufsständisch Aktive wollen fundierte Analysen für ihre Verbandsarbeit. Landwirtschaftliche Familien lesen aber auch gerne soziale Themen, Familiengeschichten und Gesundheitstipps. Jede Geschichte wird daraufhin überprüft, wie sie für diese Rollen relevant ist, und entsprechend aufbereitet. Im Mantel des neuen Wochenblatts finden Sie vier klare Strecken. Politik & Management berichtet über agrarpolitische Entscheidungen und gibt Tipps zur Betriebsführung. Region & Verbände bietet Informationen aus Ihren Kreisen. Die Marktberichterstattung und die Markttabellen waren füher aus drucktechnischen Gründen am Heftende platziert. Diese wandern nach vorne und schließen damit den Management-Block ab. Hof & Praxis liefert Fachwissen zu Tierhaltung, Pflanzenbau, Technik und Energie. Mensch & Landleben erzählt von Familie, Bildung, Gesundheit, Kultur, Garten und Genuss. Ergänzt wird das Ganze durch einen Marktplatz, der dank größerer Reichweite mehr Angebote und Gesuche umfasst. Die Wochenblätter haben immer den Anspruch gehabt, der verlässliche Begleiter der Landwirte zu sein. Die Kooperation ermöglicht es dieses Versprechen mit gebündelten Kräften einzulösen. Die Redaktionen von BBZ und BWagrar bleiben in der Fläche präsent, mit Redaktionsstandtorten in Ravensburg, Stuttgart und Freiburg, aber der Mantel entlastet sie, sodass sie mehr recherchieren und noch tiefer einsteigen können.

Verändert und Vertraut

Die Landwirtschaft ändert sich, und Medien ändern sich – das ist weder neu noch bedrohlich. Wichtiger ist, dass wir den Kern bewahren: Nähe zur Region, fundierte Informationen, Praxisbezug und die Stimme der Leserinnen und Leser. Das neue Wochenblatt ist eine Antwort auf den Strukturwandel in der Landwirtschaft und den medialen Wandel. Es bleibt in der Hand der Familienbetriebe, die es seit Generationen lesen, und öffnet sich zugleich für digitale Formate. Verändert – und vertraut: Wir freuen uns darauf, diesen Weg mit Ihnen zu gehen.

Fragen und Antworten – Was Sie jetzt wissen wollen

Warum gibt es ein neues Wochenblatt?Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe sinkt seit Jahren, während Druck- und Produktionskosten steigen; zwei getrennte Wochenblätter wären auf Dauer wirtschaftlich schwer zu halten.

Was bleibt gleich?Das Wochenblatt bleibt Organ der Berufsverbände und begleitet die Landwirtschaft in Baden-Württemberg mit Praxisberichten, Marktinformationen, Familien- und Verbandsthemen.

Im Mittelpunkt stehen weiterhin landwirtschaftliche Familien – Praktiker, Betriebsleiterinnen, Ehrenamtliche, Landfrauen, Landjugend – nicht „der ländliche Raum allgemein“.

Ändert sich die Heftstruktur?Ja, die Heftstruktur wird klarer, aber alle vertrauten Inhalte bleiben erhalten.? Das Heft gliedert sich künftig in vier Hauptbereiche: Politik & Management, Regionen & Verbände, Hof & Praxis, Mensch & Landleben; dazu kommen Marktplatz, Termine und Marktpreise.? Frühere Rubriken wie Agrarpolitik, Märkte, Technik, Tierhaltung, Landfrauen, Jugend oder Rezepte sind in diese Bereiche integriert – es geht um mehr Übersicht, nicht um weniger Inhalt.?

Was ist eine Mantelausgabe? Der Mantelteil der Zeitschrift bündelt landesweite Themen wie Politik, Märkte und Praxis, die für alle Regionen relevant sind. Dieser wird künftig ergänzt durch zwei Regionalausgaben.

Was sind die Regionalteile? Jede Ausgabe wird in zwei separaten Regionalausgaben für die Verbreitungsgebiete von BWagrar und BBZ, die die Regionen optimal abbilden.

Muss ich etwas ändern? Nein. Ihr Abonnement läuft automatisch weiter.

Warum diese Veränderung? Weil wir die Qualität unseres Angebots sichern und weiterentwickeln wollen. Der Strukturwandel in der Landwirtschaft und der mediale Wandel machen den Schritt notwendig.

Was bringt das?Ein gemeinsames Wochenblatt für ganz Baden-Württemberg erhöht die Wahrnehmung der Landwirtschaft in Politik und Öffentlichkeit.

Wer ist künftig verantwortlich?Das neue Wochenblatt bekommt eine Doppelspitze. Guido Krisam wird für den Mantel und den BWagrar-Regionalteil verantwortlich sein. Padraig Elsner verantwortet die digitalen Formate und den BBZ-Regionalteil.

„Strukturwandel können wir als Medium nicht stoppen. Aber wir können dafür sorgen, dass jede landwirtschaftliche Familie in Baden-Württemberg ein starkes, modernes Wochenblatt an ihrer Seite hat – gedruckt und digital.“ Guido Krisam
„Wir denken jeden Beitrag zuerst aus der Perspektive der Leser: Was hilft heute auf dem Hof, was am Schreibtisch, was im Ehrenamt? Diese Sicht ist unser roter Faden.“ Padraig Elsner
„Die Berufsverbände behalten ihren klaren Auftritt im Heft – und gewinnen zugleich an Schlagkraft, weil ihre Themen landesweit sichtbar und digital weitergedreht werden können.“ Padraig Elsner
„Mit Ravensburg, Stuttgart und Freiburg sind wir künftig in dreifach stark in den Regionen verankert. So können wir regionale Unterschiede besser abbilden und gleichzeitig einen kraftvollen gemeinsamen Mantel bieten.“ Padraig Elsner
„Wir haben uns bewusst gegen den Weg entschieden, ‚alle im ländlichen Raum‘ ein bisschen anzusprechen. Unser Wochenblatt bleibt die Stimme der Landwirtschaft – mit Stallgeruch, Gummistiefeln und politischem Rückgrat.“ Guido Krisam
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