Landwirtschaft in der Nazi-Zeit
Zwischen Ideologie und Wirklichkeit
Der Bauer spielte bei Hitler und seinem Gefolge eine wichtige Rolle. Für die Familien auf deutschen Höfen waren die Jahre 1933 bis 1945 allerdings geprägt von Zwang und Gleichschaltung.
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Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) hatte ursprünglich für die Bauern nicht viel zu bieten. Das Parteiprogramm von 1920 richtete sich vor allem an die städtische Bevölkerung. Dennoch fanden sich etliche Bauern unter den Unterstützern der Nazis. Wie das zustande kam, untersuchte der 1991 verstorbene Soziologe Rudolf Heberle bereits in den Sechzigerjahren. Auch wenn sich seine Erkenntnisse auf den Raum Schleswig-Holstein beziehen, war die Situation in anderen deutschen Gebieten vergleichbar. Vor dem Ersten Weltkrieg war die finanzielle Situation der Bauern meist gut, die Landwirtschaft war auf freien Handel mit Futterimporten und Fleischexporten ausgerichtet. Nach dem Krieg und während der Weimarer Republik jedoch...