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Nitratinformationsdienst 7

Erste NID-Referenzwerte für Reben und Saatmais

Der landesweite Mittelwert von knapp 1400 ackerbaulich genutzten Standorten liegt bei 52 kg Nitrat-N je ha. Damit hat sich der Wert im Vergleich zum Artikel vor zwei Wochen um acht kg N je ha deutlich erhöht.
Veröffentlicht am
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JONAS KLEIN
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Zum einen kann dies auf die langsame Erwärmung der Böden und die damit einhergehende Mineralisierung zurückgeführt werden, zum anderen sind inzwischen ein Großteil der Proben auf Standorten für Sommerungen gezogen worden (knapp 90%). Die Verteilung der Nitrat-N-Gehalte über die einzelnen Schichten ist wie folgt: 21 – 17 – 14 kg N je ha.

Die Beprobungsanzahl der Winterungen ist diese Woche mit 190 Proben erneut deutlich gesunken. Die Andüngung der Winterungen sollte in den meisten Fällen bereits abgeschlossen sein. Der durchschnittliche Wert der Winterungen liegt bei 43 kg Nitrat-N je ha bis 90 cm Bodentiefe und ist somit im Vergleich zum vorherigen Artikel etwas angestiegen (um 3 kg N je ha). Die Nitratgehalte verteilen sich folgendermaßen über die drei Schichten: 17 – 13 – 13 kg N je ha.

Bei den Sommerungen (ohne Mais) wurden insgesamt knapp 290 Proben gezogen. Der durchschnittliche Nitratgehalt beträgt 40 kg N je ha (Bodentiefe bis 60 cm). Die Verteilung des Nitratstickstoffs in den einzelnen Bodenschichten beträgt: 22 – 18 kg N je ha. Bei tiefer wurzelnden Sommerungen, wie beispielsweise Zuckerrübe, nutzen Sie bitte weiterhin die Werte der dritten Schicht aus der untenstehenden Tabelle. Im Fall von Hafer, welcher im Gegensatz zur Sommergerste den Boden bis 90 cm durchwurzelt, rechnen Sie für die 3. Schicht bitte zusätzlich 16 kg N je ha an.

Auf den geplanten Körnermaisflächen ist ein durchschnittlicher Nitrat-Gehalt von 54 kg N je ha in einer Bodentiefe bis 90 cm gemessen worden. Beim Silomais liegt der Nitratgehalt bei 55 kg N je ha und es ist im Vergleich zum letzten Artikel ein deutlicher Anstieg von 15 kg N je ha zu vermerken. Der Anstieg könnte mit den ersten Mineralisierungsprozessen begründet werden aber auch aufgrund einer erhöhten Beprobungsanzahl im Vergleich zur letzten Auswertung. Es zeigen sich erneut in den einzelnen Regionen sehr starke Unterschiede in den Nitratgehalten (s. Tabelle).

Zudem sind für Saatmais und Reben diese Woche in der untenstehenden Tabelle die ersten Werte zu finden.

Tabelle 1: Nitratgehalte in 0 - 90 cm Bodentiefe Ende März bis Anfang April 2021

KulturenNID-Region kg N/ha
Winterweizen, DinkelMittel Baden-Württemberg44 (17- 14- 13)
 Geringere Alb, Baar, Heuberg, Schwarzwald38 (14- 12- 12)
 Bessere Alb, Donau/Iller, Hohenlohe49 (22- 16- 11)
 Oberland/Bodensee38 (18- 11- 9)
 Unterland/Gäulandschaften58 (22- 18- 18)
Wintergerste, TriticaleMittel Baden-Württemberg42 (17- 13- 12)
 Bessere Alb, Donau/Iller, Hohenlohe49 (19- 16- 14)
Sommergerste, Hafer (0-60 cm)Mittel Baden-Württemberg43 (24- 19)
 Geringere Alb, Baar, Heuberg, Schwarzwald46 (25- 21)
 Bessere Alb, Donau/Iller, Hohenlohe50 (28- 22)
 Oberland/Bodensee37 (20- 17)
 Rheinebene34 (21- 13)
 Unterland/Gäulandschaften40 (21- 19)
KörnermaisMittel Baden-Württemberg54 (22- 18- 14)
 Rheinebene59 (23- 19- 17)
 Unterland/Gäulandschaften46 (21- 14- 11)
SilomaisMittel Baden-Württemberg55 (22- 18- 15)
 Bessere Alb, Donau/Iller, Hohenlohe75 (31- 26- 18)
 Oberland/Bodensee45 (17- 16- 12)
 Unterland/Gäulandschaften53 (20- 17- 16)
SaatmaisMittel Baden-Württemberg44 (19- 15- 10)
ZuckerrübenMittel Baden-Württemberg65 (25- 21- 19)
 Unterland/Gäulandschaften54 (22- 18- 14)
KartoffelnMittel Baden-Württemberg35 (19- 16)
 Bessere Alb, Donau/Iller, Hohenlohe41 (21- 20)
 Rheinebene30 (16- 14)
 Unterland/Gäulandschaften34 (18- 16)
RebenMittel Baden-Württemberg18 (10- 8)
 Unterland/Gäulandschaften17 (9- 8)
Stand 12.04.2021 Zeitraum: KW 12 - 14
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