Steinmaier eröffnet Grüne Woche
Prominent wurde zum 100. Jubiläum die Grüne Woche in Berlin eröffnet. Bundespräsident Frank Walter Steinmaier lobte in seiner Ansprache im City Cube die landwirtschaftliche Leitmesse als Ort der Debatte, an dem die wichtigen Zukunftsfragen verhandelt werden.
von Redaktion erschienen am 16.01.2026Das deutsche Staatsoberhaupt lobte die Messe 100 Jahre nach ihrer Gründung als einen Ort der Debatte, an dem die wichtigen Zukunftsfragen verhandelt werden. Aus der Politik hielten außerdem Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner, Manuela Schwesig als Ministerpräsidentin des Partners Mecklenburg-Vorpommern, EU-Kommissar Christophe Hansen sowie Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer Reden bei der Eröffnung der Grünen Woche im City Cube.
Klänge des Swing Orchestra David Hermlin versetzten die rund 2.000 geladenen Gäste in die Gründungsjahre der Grünen Woche zurück. Filmausschnitte erzählten die Geschichte von damals bis heute. Dr. Mario Tobias, CEO der Messe Berlin, sprach von den Umbrüchen und Neuanfängen, die die Messe erlebt hat. Sie sei Genuss- und Erlebnisort – und zugleich eine politische Plattform von größter Internationalität.?
Annäherung von Stadt und Land
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gratulierte der Grünen Woche, die über Berlin hinaus strahle. Sie trage seit ihrer Gründung zur Annäherung von Stadt und Land bei. Bis heute unterschieden sich die Lebenserfahrungen. Mit einem Abbau von Bürokratie sollten landwirtschaftliche Berufe attraktiv bleiben. Auch wenn er die Besorgnisse verstehe, sei er überzeugt von neuen Allianzen wie dem Mercosur-Abkommen. Wie wollen wir leben, wie uns ernähren seien große Zukunftsfragen, die auf der Grünen Woche verhandelt werden.
Als erstes deutsches Bundesland ist Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr Partner der Grünen Woche. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zeigte sich stolz, dass ihr Bundesland seit 25 Jahren mit einem eigenen Messeauftritt dabei ist. Die Messe sei eine echte Leistungsschau für Unternehmen. Gegen den Bundestrend gebe es in Meck-Pom ein Wirtschaftswachstum, ermöglicht durch die enge Zusammenarbeit von Branchen wie Landwirtschaft und Tourismus. Agrarwirtschaft und Naturschutz würden nicht als Konkurrenz, sondern als Partner gedacht.
Bei einem Podium zum Thema „Landwirtschaft und Ernährung – Wege in die Zukunft“ spracht sich Agrarminister Alois Rainer dafür aus, Deutschland nicht kaputt zu reden, zugleich aber Bürokratie abbauen und der Landwirtschaft Freiräume zu lassen. Bauernpräsident Joachim Rukwied bezeichnete die Grüne Woche als hervorragende Plattform für einen Dialog, der im Land weitergeführt werden müsse. Produktivität und Wirtschaftlichkeit sind für Christophe Hansen, EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, wichtige Aspekte von Nachhaltigkeit, die es brauche, um einen Genrationswechsel in der Landwirtschaft einzuleiten. Dr. Christian von Boetticher, Vorstandsvorsitzender der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), sprach sich für Wachstumsimpulse durch die Politik aus.







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