Mais: Bekämpfung von Blattkrankheiten
Der Praxis stehen zur Bekämpfung der Blattdürre in Mais die neu zugelassenen Pflanzenschutzmittel Retengo Plus und Quilt Xcel zur Verfügung. Diese Mittel können nach Warndienstaufruf zum Einsatz kommen.
Auf den Internet-Seiten des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg wurde ein Warndienstaufruf für die Anbauregionen Ravensburg, Biberach, Sigmaringen, Alb-Donau Kreis, Konstanz und den Bodenseekreis veröffentlicht.
In den benannten Regionen ist es in der Vergangenheit, insbesondere in Flusstälern, wo sich die Feuchtigkeit länger hält, in feucht warmen Sommern zu stärkerem Krankheitsbefall gekommen. Nur wenn die folgenden Risikofaktoren vorliegen, ist eine Behandlung sinnvoll:
• Maisäcker in Fluss- und Tallagen (zum Beispiel ehemalige Grünlandflächen)
• Regionen mit hohem Anteil an Sommerniederschlägen (Juni bis Anfang September)
• Fruchtfolgen mit Mais nach Mais beziehungsweise Mais alle zwei Jahre
• Pfluglose Bodenbearbeitung mit Blatt- und Stoppelresten von Mais auf dem Boden
• Sandböden und leichte Moräne-Standorte
• Frühe und mittelfrühe Maissorten
• Stetig ansteigende Anbaudichte in bestimmten Regionen und Betrieben
• Frühe Aussaat
Wenn kein Befallsrisiko für Ihren Mais besteht, sollten Sie von einer Behandlung absehen.
Mit dem Schlepper kann eine Spritzung bis circa einen Meter Pflanzengröße durchgeführt werden. Eine Behandlung von Beständen mit einer Pflanzengröße von 1,5 bis zwei Metern ist nur noch mit einem Stelzen- oder Hochradschlepper möglich. Um Ertragsverluste zu vermeiden, sollten Sie die Spritzung in jedem Fall in den Abendstunden durchführen. Die Maispflanzen sind dann beweglicher und neigen weniger zum Abbrechen.
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