Schlagkräftig und doch futterschonend ernten
Mehr Milch aus Gras lautet die Devise angesichts gestiegener Kraftfutterpreise. Doch eine hohe Grundfutterleistung setzt gutes Futter voraus, das aus Kostengründen zudem möglichst verlustarm geworben werden muss. Gleichzeitig zwingen hohe Energiepreise zu einem Kraftstoff sparenden Maschineneinsatz. Bei einem Praktikertag zur Grundfutterwerbung auf dem Betrieb von Stefan Weiß in Ried bei Ebersbach im Kreis Ravensburg wurden Ansatzpunkte zur futter- und energieschonenden Ernte von Gras vorgestellt. Veranstaltet wurde der Praktikertag vom Bildungs- und Wissenszentrum Aulendorf zusammen mit den Ökoverbänden Bioland und Demeter sowie dem Ulmer Beratungsdienst Ökolandbau.
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„Eine erfolgreiche Grünlandbewirtschaftung erfordert nicht nur produktionstechnisches Know-how, sondern auch den Einsatz geeigneter und angepasster Technik.“ Darauf verwies der Leiter des Aulendorfer Bildungs- und Wissenszentrum, Franz Schweizer. Von steigenden Kosten seien konventionell wie ökologisch wirtschaftende Betriebe gleichermaßen betroffen. Dennoch kommt es gerade im Biolandbau auf die Nutzung von Einsparpotenzialen bei der Grundfutterwerbung an, sind doch dort die Grundfutterleistungen um rund 600 kg pro Kuh und Jahr höher (3500 kg im Vergleich zu 2900 kg). Zudem ermelken Biobetriebe 60 Prozent ihrer gesamten Milchleistung aus dem Grundfutter. Im konventionellen Betrieb sind dies nur 40 Prozent, bei allerdings deutlich höherer...