Obstbauern kritisieren Erntehelfer-Regelung massiv
Im Gespräch mit einem Vertreter des Bundesarbeitsministeriums haben die Obstbauern vom Bodensee vergangene Woche in Nonnenhorn erneut auf Verbesserungen zur Beschäftigung von Erntehelfern gedrängt. Auf den Plan gerufen wurden sie durch die jüngsten Erfahrungen in der Erdbeerernte, wo mangels geeigneter deutscher Arbeitsloser Früchte verdarben. Weiterer Stein des Anstoßes ist die Sozialversicherungspflicht für polnische Saisonkräfte und der bürokratische Aufwand.
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"Rund 48 Prozent Lohnsteigerung von einem Monat auf den anderen, das wird keiner anderen Berufsgruppe zugemutet“, beklagte der neue Vorsitzende der Obstregion Bodensee, Helmut Jäger. Der Geschäftsführer des Obst-Kompetenzzentrums Bavendorf, Dr. Manfred Büchele, erhöhte die Lohnkostensteigerung auf effektiv 66 Prozent, sollten die polnischen Arbeitskräfte auf dem gleichen Nettolohn wie zuvor beharren. Dies entspreche Mehrkosten von zwei Cent pro Kilo beim Kernobst, 28 Cent bei Kirschen und 30 Cent bei Erdbeeren. Kosten, die im preisumkämpften deutschen Markt nicht durchzusetzen sind, wie die Vermarkter Dietmar Bahler von der BayWa und Dr. Egon Treyer von der Marktgemeinschaft Bodenseeobst bestätigten. Arbeitsministerium hat gemauert „Alle...