Forschung: Weizenrosterreger in Afrika
Der Weizenschwarzrost ist eine weltweit gefürchtete Krankheit. In Afrika führt die 1999 in Uganda entdeckte Rasse Ug99 des Pilzes Puccinia graminis bereits zu erheblichen Ertragsverlusten in der Weizenproduktion, da der Erreger eine natürliche Resistenz-Schranke des Weizens überwindet. Am Julius Kühn-Institut in Quedlinburg wurde nach Resistenzen geforscht.
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Der Schaderreger des Weizenschwarzrosts breitet sich rasch über Kenia, Äthiopien, Sudan in den Iran aus. Der äthiopische Wissenschaftler Dr. Belayneh Admassu führte zwischen 2006 und 2010 am Julius Kühn-Institut in Quedlinburg Untersuchungen zu Ug99 und der Resistenz seiner Wirtspflanze, des Weizens, durch. Seine Arbeiten helfen, ein neues Resistenzgen schneller in afrikanische Weizensorten einzukreuzen. Seine Doktorarbeit wurde am 14. September 2010 mit dem „Josef G. Knoll European Science Award“ ausgezeichnet. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis der Stiftung fiat panis wird zum Tropentag 2010 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich verliehen. Belayneh Admassu, der inzwischen in seiner Heimat am Plant Protection...