Blüte bei Frühjahrsblühern setzt immer früher ein
Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Pflanzen sind umfangreicher als bisher bekannt. Langzeitbeobachtungen bei Frühjahrsblühern belegen eine Vorverlagerung des Blühbeginns nicht nur für die letzten Jahrzehnte. Beobachtungen der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) ab 1830 belegen eine Verschiebung um bis zu 30 Tage.
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Seit Jahren befasst sich die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg intensiv mit phänologischen Veränderungen in der Natur, das heißt mit der Beobachtung von Entwicklungsphasen bei Tieren und Pflanzen. „Neue Auswertungen sehr langer phänologischer Zeitreihen ab dem Jahr 1830 in Zusammenarbeit mit der Universität Hohenheim haben ein unerwartetes Ergebnis gebracht“, sagte LUBW-Präsidentin Margareta Barth. „Es hat sich gezeigt, dass im Vergleich zu 1830 der Blühbeginn heute bei der Schlehe rund 30 Tage und beim Schwarzen Holunder etwa 25 Tage früher einsetzt. Die Vorverlagerung der Blühtermine ist danach nicht alleine auf die letzten Jahrzehnte beschränkt, wenngleich diese Entwicklung in den zurückliegenden 20...