Wie Ökolandwirte Kartoffelkäfer aus dem Schlaraffenland vertreiben
Für Kartoffelkäfer und ihre gefräßige Brut, die Larven, ist ein Kartoffelfeld das Schlaraffenland. Egal ob hier Bio- oder normale Knollen gedeihen, es herrscht grüne Blattnahrung im Überfluss. Da die Fresssucht der Käfer jedoch zu Ernteverlusten führt, überlassen auch Bio-Bauern den Schädlingen nicht kampflos das Feld. Sie setzen Mittel auf natürlicher Basis ein.
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„Ausschlaggebend für den Bekämpfungserfolg sind der richtige Zeitpunkt und die richtige Kombination der Präparate“, sagt Dr. Stefan Kühne von der Biologischen Bundesanstalt für Land und Forstwirtschaft (BBA). Am Institut für integrierten Pflanzenschutz in Kleinmachnow wurden zwischen 2004 und 2006 in Feldversuchen Kartoffelkäfer mit drei Präparaten bzw. Kombivarianten bekämpft. Dabei erwies sich der zeitversetzte Einsatz zweier Mittel auf Neem- bzw. B.t.t.-Basis als besonders wirksam. Beim aus Crysanthemenblüten gewonnenen Pyrethrum blieb der Erfolg aus, was die BBA-Forscher auf eine steigende Resistenz der Käfer zurückführen. Ihre Ergebnisse stellten sie auf der „Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau“ vor, die am 20. 3. in Hohenheim...