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Gute Eltern sind berechenbar – zumindest beim Mais

Es gibt kein Gen für Riesenwuchs, so eine der jüngeren Erkenntnisse in der Pflanzenforschung. Um trotzdem schneller als bisher neue Mais-Sorten mit mehr Ertrag zu züchten, setzen Forscher der Universität Hohenheim auf einen Kniff: sie ermitteln die aussichtsreichen Eltern-Pflanzen lange bevor diese ausgewachsen sind mittels Inhaltsstoffen, Erbgutanalyse und modernster Statistik.
Veröffentlicht am
Das Problem ist die schiere Menge: Beim Mais gibt es zwei große Gruppen mit jeweils 10.000 reinerbigen Linien, die sich für Neuzüchtungen kreuzen ließen. Macht 100 Milliarden Kombinationsmöglichkeiten. Denn beim Mais sagt die Leistung der Eltern wenig über den Erfolg der Kinder voraus: So können selbst schwache Elternpflanzen nach der Kreuzung durchaus die stärksten Nachkommen hervorbringen. Gleichzeitig nimmt der Zeitdruck zu: Aktuell brauchen Züchter rund 10 Jahre, um eine neue Sorte zu entwickeln. Doch Klimawandel, Nahrungsmittelkrisen und Energiehunger verlangen zunehmend nach schnelleren Lösungen. Beide Probleme sind Prof. Dr. Albrecht Melchinger, Doktorand Christian Riedelsheimer und ihre Kooperationspartner nun mit einem...
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