Nicht alle Öko-Betriebe bleiben
Seit dem Jahr 1990 hat der Biolandbau in Deutschland kontinuierlich an Bedeutung gewonnen. Dennoch steigen jedes Jahr rund 600 Öko-Betriebe wieder aus. Das hat eine Untersuchung des Thünen-Instituts in Braunschweig ergeben.
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In der Regel ist die Entscheidung gegen den Ökolandbau auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Neben wirtschaftlichen Aspekten spielen fehlende Entwicklungsperspektiven und Probleme mit Ökorichtlinien und -kontrollen eine große Rolle. Für die Studie hatten die Wissenschaftler des Thünen-Instituts in Kooperation mit der Universität Kassel statistische Daten ausgewertet sowie Experten und Verbände des ökologischen Landbaus befragt. Zudem machten abgemeldete Öko-Betriebe in Fragebögen und persönlichen Interviews Angaben zu den Gründen ihrer Entscheidung. Von 2003 bis 2010 sind jedes Jahr im Durchschnitt 191 Öko-Betriebe aus der Landwirtschaft ausgestiegen und weitere 415 Betriebe zur konventionellen Wirtschaftsweise zurückgekehrt. Ein Großteil...