EU-Agrarpolitik
Hilfsprogramm für Obst- und Gemüsebau ausgesetzt
Die EU-Kommission hat das vor kurzem von Brüssel auf den Weg gebrachte Hilfsprogramm für Obst- und Gemüsebauern bereits wieder ausgesetzt. Wenige Tage nach Start des Programms war es bereits überzeichnet. Das wurde bei der Eröffnung der Apfelsaison am Bodensee in Bavendorf bekanntgegeben.
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Mit insgesamt 125 Millionen Euro wollte die EU den Sonderkulturbetrieben zur Seite stehen, um die Folgen am Markt nach dem russischen Importstopp für Obst und Gemüse zumindest zum Teil aufzufangen. 82 Millionen Euro davon waren für Äpfel und Birnen vorgesehen. Doch binnen kurzer Zeit gingen so viele Hilfsanträge ein, dass die fürs Kernobst zur Verfügung stehenden Mittel bereits überzeichnet waren. Darauf hin hat die EU-Kommission das Programm am 10. September zunächst ausgesetzt. Teilweise überstiegen die Anträge das Vielfache des jährlichen Exportvolumens nach Russland. Die EU-Kommission beabsichtigt nun, ein überarbeitetes Programm aufzulegen, das auf dem jetzigen aufbaut.