Obst- und Gemüsekongress
Russisches Importverbot dominiert beim DOGK-Kongress
Der russische Importstopp für landwirtschaftliche Erzeugnisse, insbesondere für Obst und Gemüse, stand im Fokus des Deutschen Obst- und Gemüsekongresses (DOGK) in Düsseldorf. Jährlich hatte Russland in den letzten Jahren Frischobst und -gemüse in Höhe von acht Millionen Tonnen importiert. Mit 26 bis 31 Prozent stammte grob ein Viertel davon aus Ländern der Europäischen Union.
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Während Kartoffeln mit nur drei Prozent der EU-Ausfuhren nach Russland wenig betroffen sind, schlägt das Embargo bei Tomaten mit rund 30 Prozent und bei Äpfeln mit fast 75 Prozent weitaus stärker zu Buche. Intensiv diskutiert wurde, welche Länder nun als Lieferanten künftig den russischen Markt beliefern. Fraglich ist, ob diese Mengen durch andere Exportländer zu ersetzen sind. Es ist aller Voraussicht nach, mit erheblichen Verschiebungen der Warenströme zu rechnen. Bislang auffällig ist, dass erhebliche Mengen an Obst und Gemüse von Serbien und Weißrussland nach Russland gehen.
Weiteres Thema des Kongresses war der zurückgehende Konsum bei frischem Obst und Gemüse. Doch nur mit dem Gesundheitsaspekt dieser Produktgruppe zu werben, werde nicht genügen. Anzunehmen ist, dass generische Werbung einen Beitrag dazu liefern kann, um den Konsum anzukurbeln. Dabei wird nach Konzepten gesucht, die möglichst viele Akteure von der Produktion bis zum Verkauf an der Ladentheke in die Finanzierung einbindet.
Zum Vormerken: Der nächste Deutsche Obst & Gemüse Kongress wird am 17./18. September 2015 in Düsseldorf von der AMI, dem Fruchthandel Magazin und GS1 Germany veranstaltet.
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