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Obstproduktion in Österreich

Gute Ernte trotz schlechter Witterung

Im benachbarten Österreich wurden in diesem Jahr insgesamt 272.000 Tonnen Tafelobst produziert. Laut Statistik Austria ist das ein Plus von 25 Prozent zum Vorjahr oder von zwölf Prozent zum zehnjährigen Durchschnitt. Dieser Anstieg wurde trotz des durchwachsenen Wetters erzielt – von Frühjahrstrockenheit über das feuchtkühle Sommerwetter mit wenig Sonnenstunden bis hin zum niederschlagsreichen Herbst. Teilweise litt jedoch die Fruchtqualität, speziell bei Beerenobst und Holunder, durch die ungünstige Witterung. Die gute Wasserversorgung sorgte aber auch für größere Früchte bei Kernobst.
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In Erwerbsobstanlagen wurden 239.400 Tonnen Kernobst produziert – knapp ein Drittel mehr als im Vergleichsjahr 2013. Bei Winteräpfeln wurde eine Produktion von 226.400 Tonnen eingebracht (plus 32 Prozent zu 2013). Auf den Hektarertrag bezogen wurde ein leicht überdurchschnittliches Niveau erreicht (plus zwei Prozent). Über 80 Prozent der österreichischen Winteräpfel stammen aus der Steiermark. Bei Sommeräpfeln wurden bei sehr guter Ertragslage 2900 Tonnen geerntet (plus 14 Prozent zu 2013). An Winterbirnen konnte trotz unterdurchschnittlicher Hektarerträge flächenbedingt eine Erntemenge von 5500 Tonnen eingebracht werden (plus zwölf Prozent zu 2013). Bei Sommerbirnen wurden hingegen überdurchschnittlich hohe Erträge erzielt, wodurch eine Erntemenge von 4600 Tonnen erreicht wurde (plus 28 Prozent zu 2013). Die Steinobsternte belief sich auf 14.100 Tonnen und blieb damit unter dem ausgezeichneten Vorjahresergebnis (minus 20 Prozent). Dennoch konnte eine überdurchschnittliche Produktion verzeichnet werden (+8%). Die Aprikosenernte beläuft sich auf 6800 Tonnen, womit diese an das ertragsstarke Vorjahr zwar nicht herankam (minus 34 Prozent zu 2013), der Ertrag pro Hektar aber durchaus zufriedenstellend war (plus vier Prozent zum Zehnjahresmittel). Über drei Viertel der Erntemenge stammte aus Niederösterreich. Das Ernteergebnis von Pfirsichen notierte bei 2000 Tonnen (plus 14 Prozent zu 2013). Zwetschgen verzeichneten, bedingt durch Flächenreduktion, nur eine Produktion von 3000 Tonnen (minus zehn Prozent zu 2013). An Kirschen wurde mit 2100 Tonnen eine um acht Prozent größere Menge als im Jahr 2013 produziert. Beerenobst erbrachte eine Gesamtproduktion von 18.000 Tonnen, was nahezu der Menge des Vorjahres entsprach. Bei Erdbeeren, die vornehmlich in Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark produziert wurden, waren witterungsbedingt Einbußen zu verzeichnen. Mit 14.500 Tonnen wurde um drei Prozent weniger als im Vorjahr produziert. Himbeerkulturen erbrachten ein Erntevolumen von 950 Tonnen (plus sechs Prozent zu 2013).
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