Durchwachsene Obsternten
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Die Spargelsaison ist seit dem 24. Juni, dem Johannistag, beendet. Für den Spargel war es über weite Teile der Saison zu kühl, so dass im bundesweiten Mittel eine im Vergleich zum Vorjahr etwas geringere Ernte erzielt worden sein wird. Nach vorläufigen Schätzungen wurden gut 110.000 Tonnen Spargel geerntet (Vorjahr 114.000 Tonnen), wobei die Preise bis Pfingsten noch über dem Vorjahresniveau, danach aber deutlich darunterlagen. Es war eine zweigeteilte Spargelsaison mit extrem schwankenden Erträgen.
Witterung bremst Erdbeerertrag
Die Erdbeersaison läuft aus. Wegen der kühlen Witterung zu Beginn der Saison, der feuchten Schwüle im weitern Verlauf der Saison und bei einem insgesamt höheren Schädlingsdruck wird mit geschätzten 150.000 Tonnen eine um zehn Prozent niedrigere Erdbeerernte erwartet.Regional gibt es erhebliche Probleme mit zu feuchter Witterung.
Die Kirschen sind am Markt, doch insbesondere im Süden Deutschlands ist der Saisonstart regelrecht „ins Wasser gefallen“. Probleme bereiten derzeit neben geplatzten Kirschen, wegen zu hoher Wasseraufnahme, die Kirschfruchtfliege und die Kirschessigfliege, die sich aufgrund der Witterung stark vermehren konnten. Derzeit wird aber für das gesamte Steinobst von Kirschen, Pflaumen bis zu den Mirabellen noch mit einer durchschnittlichen Ernte gerechnet. Die mengenmäßig hohe Vorjahresernte wird damit nicht erreicht werden können.
Kernobsternte auf Durchschnittsniveau
Die Äpfel- und Birnenbäume tragen normal und es ist von einer normalen Ernte
auszugehen. Eine erste Einschätzung der diesjährigen Apfelernte wird der Prognosfruitkongress am 4. August in Hamburg abliefern. Insgesamt sind die bisherigen Entwicklungen mit Ausnahme gebietsweiser Hagelschäden als gut einzuschätzen. Gerade die Apfelbauern brauchen endlich mal wieder ein gutes Apfeljahr mit Preisen die es ermöglichen, die derzeitige betriebliche Schieflage aufzufangen und die doch bei vielen Betrieben vorherrschende Existenzangst abzuwehren.
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