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Reaktion auf Greenpeace-Aktion

Fruchthandelsverband lehnt Liste als nutzlos ab

"Das ist eine populistische Fleißarbeit ohne inhaltlichen Nutzen". Mit diesen Worten chrakterisiert Dr. Andreas Brügger, Geschäftsführer beim Deutschen Fruchthandelsverband (DFHV), die dritte Auflage der Schwarzen Liste Pestizide von Greenpeace.
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Im Auftrag von Greenpeace wurden zugelassene Wirkstoffe in einer Datenbank erfasst und mit einem subjektiven Bewertungsschema nach Punkten klassifiziert. Eine solche Zusammenstellung, so der DFHV, nütze überhaupt nichts. „Was hier den Anschein einer wissenschaftlichen Studie erwecken soll, kann jeder fleißige Abiturient zuhause nachmachen, wenn er eine einfache Datenbank erstellen kann“, so Dr. Brügger. „Auf Brüsseler Ebene und in den EU-Mitgliedstaaten werden aktuell alle zugelassenen Pflanzenschutzmittelwirkstoffe wissenschaftlich neu bewertet. Hunderte von unabhängigen Wissenschaftlern sind sicherlich eher in der Lage, eine ordentliche Expertise zu erstellen als ein einzelner von Greenpeace beauftragter Freelancer.“ Greenpeace stellt Behauptungen auf, die primär das Ziel haben, den Verbraucher zu verunsichern. So zum Beispiel: „Pestizide können die Fortpflanzung beeinträchtigen, Krebs erregen hormonell wirken oder auch das Nervensystem beeinflussen und entsprechende Krankheiten auslösen.“ Man könne genauso sagen: Sonnenschein kann die Fortpflanzung beeinträchtigen, Spiegeleier können Nitrosamine enthalten und sind daher krebserregend, die Antibabypille wirkt hormonell und Rotwein kann das Nervensystem beeinflussen. Alles könne entsprechende Krankheiten auslösen, vom Sonnenbrand bis zum Kater am Morgen. Einen inhaltlichen Wert hätten solche Aussagen nicht. Was Greenpeace nicht erwähne, seien die positiven Effekte. „Ohne modernen Pflanzenschutz hätten wir nicht die breite Palette an gesunden und sicheren Lebensmittel, wie wir sie kennen und genießen", erklärte Brügger. Ohne Phytomedizin gäbe es weltweit riesige Ernteausfälle und Millionen Mitmenschen würden verhungern. Der DFHV rät allen Verbrauchern, sich durch die Greenpeace-Veröffentlichungen – genau wie beim ersten und zweiten Schwarzbuch – nicht verunsichern zu lassen und weiterhin Obst und Gemüse zu verzehren. Bedenken für die Gesundheit gebe es dadurch nicht – ganz im Gegenteil.
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