Sicherheit am Steuer üben
In Thüringen gibt es ein Fahrsicherheitstraining von ADAC und DLG für landwirtschaftliche Gespanne. Auf Übungsplätzen lernen Landwirte, Gefahren richtig einzuschätzen und in Grenzsituationen sicher zu entscheiden.
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Landwirtschaftliche Gespanne und Zugfahrzeuge sind in den vergangenen Jahren sowohl von ihren Abmessungen als auch von ihren Motorisierungen her größer, stärker und schneller geworden. Von anderen Verkehrsteilnehmern werden sie im Straßenverkehr immer wieder unterschätzt. Mitunter schwere Verkehrsunfälle sind die Folge. Zur wirksamen Begegnung dieser Gefahren bieten die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) und der ADAC Fahrsicherheitszentrum Thüringen in Nohra ein spezielles Training für Fahrer von landwirtschaftlichen Zugmaschinen und Gespannen an, um für sie Grenzsituationen im Straßenverkehr mit ihren Fahrzeugen erlebbar zu machen und beliebig oft zu wiederholen.
Nachfrage wächst
Die Nachfrage von 500 Teilnehmern nach diesem 2014 gestarteten Training, das es so nur an zwei Standorten in Deutschland gibt, hat die Erwartungen von DLG und ADAC Hessen-Thüringen übertroffen.
Im ADAC Fahrsicherheitszentrum (FSZ) Thüringen trainieren die Teilnehmer mit sechs modernen Traktoren von 100 bis 280 PS der Technikpartner Case IH und Valtra sowie führender deutscher Anbieter von Aufliegern und Anbaugeräten als Partner. In einzelnen Trainingsblöcken werden diese mit verschiedenen Anbaugeräten bzw. Anhängern kombiniert und mit unterschiedlichen Beladungszuständen beschwert. Moderne Trainingstechnik ermöglicht zudem die Simulation von unterschiedlichen Gefahrensituationen auf wechselnden Fahrbahnbelägen.
Training mit Zuschuss
Für die Zielgruppen der Land- und Forstwirtschaft sowie Mitarbeiter von Maschinenringen und Lohnunternehmen bietet die SVLFG (Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau) eine Förderung des ADAC und DLG Fahrsicherheitstrainings Landwirtschaft von 50 Euro.
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