Bewässerung bei Kernobst nicht in jedem Fall rentabel
Kernobst gilt als trocken tolerant. Bewässerung war daher bislang an den meisten Standorten nicht nötig. Doch das sich wandelnde Klima mit häufiger vorkommenden Trockenperioden verunsichert die Obstbauern. Dazu kommen immer striktere Anforderungen an große Früchte. Da ist die Vorstellung, mit etwas Wasser ein paar Millimeteran Durchmesser zu gewinnen, verlockend. Aber was geht wirklich und wann solte Wasser gegeben werden?
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Bewässerung ist hierzulande stets nur als Zusatzbewässerung gedacht. In der Regel reichen die Niederschläge aus. Wenn man aber eine Zusatzbewässerung ins Auge fasst, muss man das Ziel definieren. Die Zusammenhänge sind komplex und es gilt, eine Reihe von Einflüssen sowie die Anlage selbst ins Kalkül zu ziehen. Dabei stellt sich zunächst die Frage, wie viel Wasser die Blätter überhaupt verdunsten können. Um dies zu bestimmen, wurden in Zusammenarbeit mit der früheren LLVA Oppenheim in Erwerbsanlagen Messgeräte installiert, die es erlauben, den Wasserverbrauch der Bäume unter natürlichen Bedingungen zu messen, ohne diese in ihrem Wachstum zu beeinträchtigen. In weiteren Versuchen wurde der Wasserverbrauch des Grasstreifens ermittelt. Das...