Neue Werbestrategien für heimische Äpfel gefragt
Glänzende Verkaufszahlen für Äpfel in Menge und zwischenzeitlich auch beim Preis steckten das Umfeld für einen glänzenden Auftakt zur dritten Fruchtwelt Bodensee in Friedrichshafen ab. Dennoch ist die Bilanz nicht ganz ungetrübt. Sorgenvolle Mienen gibt es angesichts der immer strengeren Anforderungen von Handelsseite was Pflanzenschutzmittelrückstände und Qualitätssicherung anbelangt.
- Veröffentlicht am
Die Freude stand Helmut Jäger ins Gesicht geschrieben: 70 Prozent Umsatzplus bei Tafeläpfeln, rechnet man baumfallende Ware und Mostobst dazu, sind es gar 90 Prozent vermeldete der Obstregionsvorsitzende bei der Eröffnung der 33. Bodensee-Obstbautage. Eine Bilanz, die zum einen dem Ertragsausfall im Osten, zum anderen der Superernte hierzulande zu verdanken ist. Im Gegenzug haben sich allerdings auch die Produktionskosten erhöht, da die Diskussion um den chemischen Pflanzenschutz mittlerweile einen hohen Kontrollaufwand mit drei Qualitätssicherungssystemen und viel Bürokratie nach sich zieht. „Deutsches Obst war noch nie so gut wie heute und niemand merkt’s“, monierte er. Umstrittene Kontrollpraxis abgewendet Sorgen...