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Untersuchung der Hochschule Osnabrück

Forscher empfehlen Überarbeitung der IP-Richtlinie

Der QS-Wissenschaftsfonds Obst, Gemüse, Kartoffeln hat ein Projekt der Hochschule Osnabrück zur Prüfung der Aktualität und Weiterentwicklung der Richtlinie für die kontrollierte Integrierte Produktion von Obst in Deutschland (IP-Richtlinie) mit einem Betrag von rund 13.000 Euro gefördert. Ende 2017 konnte das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden. Die Forscher empfehlen eine Überarbeitung der IP-Richtlinie für den Obstbau.
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Die integrierte Produktion stellt eine von drei Produktionsweisen im deutschen Erwerbsobstbau dar und verfolgt das Ziel, qualitativ hochwertiges Obst unter Berücksichtigung ökologischer und ökonomischer Erfordernisse zu produzieren, wie die QS GmbH mitteilt. Die im Jahr 1990 veröffentliche IP-Richtlinie wurde zuletzt 2006 aktualisiert. Vor dem Hintergrund, dass seitdem zahlreiche neue und überarbeitete Gesetze und Regelwerke mit ähnlichen Inhalten herausgegeben wurden, prüften die Forscher der Hochschule Osnabrück, ob die Inhalte der IP-Richtlinie inzwischen an anderer Stelle abgebildet sind und die Notwendigkeit einer Überarbeitung besteht.

Befragung von Praktikern und Experten

Hierfür wurde zuerst ein Abgleich der IP-Richtlinie mit bestehenden Gesetzen und Regelwerken, darunter unter anderem der Leitfaden QS-GAP zur Erzeugung von Obst, Gemüse und Kartoffeln vorgenommen. Anschließend fand eine Befragung des Berufsstandes mit 187 Teilnehmern zur Bekanntheit, Akzeptanz und Bedeutung der IP-Richtlinie statt. Zusätzlich wurden Telefoninterviews mit 15 Experten aus dem Bereich Obstbau durchgeführt, um Inhalte und Ideen für eine neue Richtlinie zu sammeln. Auf Basis dieser Untersuchungen sollte ein Vorschlag für eine Neuauflage der Richtlinie erarbeitet werden.

Der Abgleich zeigte, dass die Inhalte der aktuell gültigen Richtlinie zu zwei Dritteln teilweise oder vollständig durch Gesetzte und Regelwerke, vor allem im Bereich Pflanzenschutz, abgedeckt sind. Damit hebt sich die integrierte Produktion nur noch geringfügig vom konventionellen Anbau ab. Zudem betonten die Autoren der Studie, dass Aspekte der Nachhaltigkeit in der Richtlinie nur unzureichend berücksichtigt werden. Die Befragten sprachen sich generell für den Erhalt der Richtlinie aus, zeigten jedoch Änderungsbedarf auf, vor allem in den Bereichen Boden- und Wasserschutz sowie Biodiversität. Wichtig erschien den Befragten auch eine stärkere Kommunikation mit den Verbrauchern.
 

Neues Konzept vorgeschlagen

Die Forscher empfehlen, den Begriff Integrierte Produktion zu ändern und Obst, welches nach Vorgaben der Richtlinie produziert wird, mit einem Vermarktungsslogan und einem Logo zu kennzeichnen. Zudem sollte die neue IP-Richtlinie verbraucherfreundlicher konzipiert und um die von den Befragten vorgeschlagenen Inhalte erweitert werden. Darüber hinaus schlagen die Autoren der Studie vor, dass sich die Betriebe – gemäß eines in der Neuauflage verankerten Maßnahmenkatalogs - in regelmäßigen Abständen kontrollieren und durch eine unabhängige Kontrollstelle zertifizieren lassen.

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