Striegel und Hacken im Feldeinsatz
- Veröffentlicht am

Striegel mit hoher Arbeitsbreite haben zwar oft eine schlechtere Bodenanpassung, eignen sich laut Berater Jonathan Kern aber zum schnellen Gülle einstriegeln. Gegenstriegeln sei vor allem sinnvoll, wenn der Boden hart oder die Reihe mit der Kultur nach dem ersten Striegeldurchgang stark verschüttet ist und wiederaufgerichtet werden muss. Systeme mit einzeln aufgehängten Arbeitseinheiten erzielen nach Aussage des Ackerbauberaters vor allem dann bessere Ergebnisse, wenn der Boden nicht vollkommen plan ist.
Rollstriegel reiben laut Kern die Erde zwischen den Reihen flächig ab und kämmen innerhalb der Reihe, bewegen aber viel Erde: „Beim Blindstriegeln nicht zu aggressiv rangehen, sonst könnten Körner einerseits an die Oberfläche geholt und andererseits zu tief begraben werden.“
Kameragesteuerte Hacken können Arbeit sparen und die Präzision bei der Unkrautbekämpfung erhöhen, auch bei Fahrern mit wenig Erfahrung. „Manchmal sieht die Kamera aber vor lauter Blättern die Reihen nicht mehr“, merkt Kern an. Der Grund: Bei Sorten mit flacher Blattstellung habe die Kamera mitunter Schwierigkeiten, die Reihen zu erkennen. „Auch mit Geräten ohne Kamera kann man präzise arbeiten, wenn der Fahrer die Reihen im Blick und sein Gerät optimal eingestellt hat“, sagt Kern zusammenfassend.








Zu diesem Artikel liegen noch keine Kommentare vor.
Artikel kommentierenSchreiben Sie den ersten Kommentar.