Tipps für den Juli
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Abschlussbehandlung
Ende Juli dürften in diesem Jahr die letzten Behandlungen anstehen. Bei unkritischen Beständen kann bei der letzten Behandlung die Traubenzone ausgelassen werden. Dies spart Mittel und Kosten. Gleichzeitig trägt es zur Rückstandsvermeidung bei. Bisher konnte in vielen Versuchen an der LVWO in Weinsberg und am Weinbauinstitut in Freiburg gezeigt werden, dass es zu diesem Zeitpunkt keinen Befall mehr mit Peronospora oder Oidium an den Trauben geben kann. Zur Risikostreuung empfiehlt es sich, zunächst auf einzelnen Flächen des Betriebes Erfahrungen zu sammeln.
Vorbeugende Maßnahmen gegen Kirschessigfliegenbefall
- Termingerechtes Gipfeln, um Beschattung zu vermeiden.
- Angepasstes Entblättern der Traubenzone.
- Ertragsregulierung vor Farbumschlag.
- Traubenverletzung ab Reifebeginn vermeiden.
- Gezielte Pflanzenschutzmaßnahmen, die Risse der Beerenhaut verhindern/vermeiden, zum Beispiel Oidiumbekämpfung.
Stiellähme
Aufgrund der großen und langen Stielgerüste ist mit einem erhöhten Risiko für Stiellähme zur Reife zu rechnen. Empfindliche Sorten sind vor allem Lemberger, Cabernet Dorsa, Dornfelder, Acolon oder auch Trollinger und Muskattrollinger. Bei bekannten Problemflächen sind mindestens zwei Behandlungen in die Traubenzone mit einem magnesiumhaltigen Blattdünger (zum Beispiel Bittersalz oder Präparate auf Basis von Magnesiumoxid wie Falnet oder Lebosol Magnesium 500) notwendig. Späte Behandlungen zeigen eigentlich den besseren Erfolg. Alle Maßnahmen zum Ende der Spritzsaison müssen mit der jeweiligen Absatzorganisation abgesprochen werden.
Schwachwüchsigkeit
Häufigste Ursache für Schwachwuchs ist in historischen Weinbergslagen bodenbürtiger Virusbefall. Je nach Ausmaß des Virusbefalls muss vor einer Neuanlage entschieden werden, ob eine mindestens zweijährige Brache sinnvoll ist. Für einen Wuchsanschub ist oftmals Tropfbewässerung hilfreich, wenn bereits Frühjahrstrockenheit zu Stress an den Reben führt.
Weitere Tipps für den Juli lesen Sie in BWagrar 27/2018.
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