Die Schnitthöhe und die Folgen
Die Schnitthöhe im Grünland hat längst nicht nur Auswirkungen auf den Ertrag. Nachwuchs, Energiegehalte, Verschmutzung und Bestandeszusammensetzung sind weitere Faktoren, die durch die Schnitthöhe beeinflusst werden. Das machte Wilhelm Wurth vom Bildungs- und Wissenszentrum Aulendorf an Demonstrationsbeispielen mit Schnitthöhen von drei, sechs und neun Zentimetern in Ebersbach-Ried deutlich.
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Als Faustzahl gilt: Ein Zentimeter Nutzungshöhe entspricht in etwa einer Dezitonne Trockenmasse pro Hektar. Wer also hoch schneidet, verliert zunächst Masse. Im Gegenzug regeneriert sich der Bestand wieder schneller, weil er mit seiner Restassimilationsfläche sofort weiter wachsen kann, was die Ertragseinbußen zum Teil wieder wettmacht. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch der Zeitpunkt des Schnitts. Vor dem Ährenschieben hat die Pflanze genügend Reservestoffe eingelagert, sie kann selbst bei tieferem Schnitt schnell aus den Basalknospen wieder austreiben. Ganz im Gegensatz zum Schnitt beim Ährenschieben, wo die Basalknospen gehemmt sind, weil die Pflanzen dann bestrebt sind, auszusamen. Über die Schnitthöhe lässt sich zudem der...