Äpfel und ihre Ökobilanz
Nicht die Transportentfernung sondern die Betriebsgröße ist ausschlaggebend für die Ökobilanz des Apfels. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Uni Gießen. Damit setzen importierte Äpfel nicht zwangsläufig mehr Kohlendioxid frei als Obst aus heimischer Produktion.
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Die Studie basiert auf Erhebungen in den Obstregionen am Bodensee, im Alten Land und in Rheinhessen. Danach erfordert die Produktion von einem Kilo Äpfeln in kleineren Betrieben bis zu fünfmal mehr Energie als in größeren. Zum einen ist der Transport dort aufwendiger, zum anderen verfügen kleinere Betriebe meist über kein eigenes Kühllager und müssen ihre Ware extern lagern. Laut Studie beträgt der Energieaufwand bei Betrieben mit einer Jahresproduktion von mehr als 1000 Tonnen nur 0,1 Kilowattstunden pro Kilogramm. Dabei werden etwa 40 Gramm Kohlendioxid pro Kilogramm freigesetzt. Bis zu 0,5 Kilowattstunden pro Kilogramm höher liegt dagegen der Energieverbrauch in Betrieben mit einer Jahresproduktion unter 200 Tonnen. Dabei werden bis zu...