Weizen gegen Mosaikvirus wappnen
Das Soil-borne Cereal Mosaic Virus, SBCMV abgekürzt, führt bereits heute in Frankreich zu erheblichen Ertragsverlusten im Weizenanbau. Da es auch in Deutschland in jüngster Zeit vereinzelt nachgewiesen wurde, ist es nur eine Frage der Zeit, dass es auch hier Schaden anrichtet. Wissenschaftler des Julius Kühn-Instituts (JKI) stellen auf Symposium markergestützte Diagnosemethode vor, mit dem sich Virusresistenzen beim Weizen voraussagen lassen.
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Das Virus kommt im Boden vor und wird durch den Pilz Polymyxa graminis auf die Pflanzen übertragen. Da das Virus in den Dauersporen des Pilzes quasi geschützt wird, sind chemische Maßnahmen sowohl aus ökonomischer als auch aus ökologischer Sicht nicht sinnvoll. Umso wichtiger ist es, den Landwirten rechtzeitig virusresistente Weizensorten zur Verfügung zu stellen. Wissenschaftler des Julius Kühn-Instituts (JKI) in Quedlinburg sind dabei einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Im Rahmen eines EU geförderten Projektes ist es ihnen gemeinsam mit der INRA Versailles sowie französischen, britischen und deutschen Züchterhäusern gelungen, einen molekularen Marker zu entwickeln, mit dem sich das Virusresistenz-Gen sicher erfassen lässt. Neuer...