Qualitätsnormen für Obst und Gemüse abgeschafft
Der Beschluss der EU-Kommission, einen Großteil der bisherigen Vermarktungsnormen für Obst und Gemüse abzuschaffen, ist bei der Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (BVEO) auf Kritik gestoßen. Befürchtet wird, dass es künftig zu einer Inflation verschiedener Normen des Handels und der Wirtschaft kommen könnte. Der Verbraucher werde dann anhand der Normenauszeichnung keine klare Kaufentscheidung mehr fällen könne. Damit werde das Ziel des Bürokratieabbaus verfehlt.
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Beibehalten werden in Zukunft aus deutscher Sicht die spezifischen Vermarktungsnormen für Äpfel, Salate, Birnen, Erdbeeren und Tomaten sowie für fünf weitere Erzeugnisse, die vorwiegend in den Mittelmeerländern von Bedeutung sind. Alle anderen 26 bisher existierenden spezifischen Vermarktungsnormen, etwa für für Lauch, Zwiebeln, Kohl, Gurken, Blumenkohl, Möhren, Pflaumen, Spargel und Kirschen werden aufgehoben. Als allgemeine Norm beabsichtigt die EU-Kommission eine Rahmennorm einzuführen, deren vorgesehene Ausgestaltung jedoch nicht den Anforderungen der Verbraucher, Verwaltung und Wirtschaft entspricht und daher als völlig unzureichend einzustufen ist, kritisiert der BVEO in einer Pressemitteilung. Zwar habe sich der BVEO neben anderen...