Nachgefragt bei Uta Eser
Werte und Wertschöpfung zählen
Dr. Uta Eser ist promovierte Biologin und Umweltethikerin. Sie arbeitet am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften an der Universität Tübingen. Im Interview gibt sie Antworten zum Forschungsprojekt Öko-Valuation, das sich den Fragen nach einer zukunftsfähigen Landwirtschaft und Ernährung sowie der Sicherung bäuerlicher Existenzen und natürlichen Lebensgrundlagen widmet. Wichtig dabei auch, welche Rolle Werte und Normen spielen. | Interview: Andreas Greiner, Ökonsult
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BWagrar: Warum interessieren Sie sich ausgerechnet für Werte und Normen? Dr. Eser: Die Auseinandersetzung über die Zukunft der Landwirtschaft wird ja sehr kontrovers geführt. Die emotionalen Wogen schlagen hoch, manchmal scheinen die Fronten verhärtet. Viele bemühen sich daher um eine Versachlichung der Debatte. So richtig dieses Bemühen ist: Wir glauben, dass die Heftigkeit der Kontroverse ein Hinweis darauf ist, dass es für die Beteiligten um viel geht: um Dinge, die ihnen am Herzen liegen, die ihnen viel bedeuten, die ihnen sehr wichtig sind. Wir nennen das: um ihre Werte. Manchmal ist die Diskussion in einer Weise moralisch aufgeladen, die nicht hilfreich ist. Wenn es darum geht, wer „die Guten" und „die Bösen" sind, ist jedes...
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