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Argentinien

Rekordweizenernte im Blick

Bislang sind die Vegetationsbedingungen in den USA noch gut, und die Weizenaussaat dürfte beendet sein. Das veranlasst die Analysten ihre Schätzung der Weizenernte und infolgedessen auch die Exportprognose nach oben zu korrigieren.

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Der Agrar-Auslandsdienst des US-Landwirtschaftsministeriums (FAS) in Buenos Aires erwartet für das Wirtschaftsjahr 2021/22 in Argentinien eine Weizenernte von 20,8 Millionen Tonnen und damit 300.000 Tonnen mehr als die Zentrale in Washington. Das Plus basiert vor allem auf einer größeren Anbaufläche als bislang prognostiziert. Mit 6,65 Millionen Hektar wird von zwei Prozent mehr ausgegangen. Das ist eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr von vier Prozent und würde 2021 aufgrund der gleichzeitig 13 Prozent höheren Erträge zu einer 18 Prozent umfangreicheren Ernte als 2020 führen. Die Weizenaussaat hat im Mai begonnen und soll bis Ende Juli abgeschlossen sein. Angesichts der 3,2 Millionen Tonnen größeren Ernte und bei gleichbleibendem Inlandsverbrauch von 6,4 Millionen Tonnen dürfte das Exportpotenzial deutlich zunehmen. Das FAS geht aktuell für das Wirtschaftsjahr 2021/22 von 14 Millionen Tonnen aus. Das sind nicht nur 0,5 Millionen Tonnen mehr als bisher angenommen wurde, sondern würde das Vorjahresvolumen um 3,3 Millionen Tonnen übersteigen. Bis Anfang Juli beliefen sich die Ausfuhren laut den argentinischen Exporteuren bereits auf 10,1 Millionen Tonnen. Die argentinische Regierung reguliert die Exporte von Agrarprodukten wie Rindfleisch und Mais, um die inländischen Lebensmittelpreise niedrig zu halten. Da auch Weizen als wichtiger Rohstoff betrachtet wird, erwarten Marktteilnehmer, dass die Regierung auch hier eingreifen könnte, wenn der inländische Markt nicht ausreichend versorgt wäre.

Gerstenernte steigt leicht

Die Gerstenernte Ende 2021 dürfte 4,8 Millionen Tonnen erreichen und damit 0,7 Millionen Tonnen größer ausfallen als 2020. Da allerdings mit zunehmendem Inlandsverbrauch um 70.000 Tonnen auf 1,55 Millionen Tonnen gerechnet wird, könnte das Exportpotenzial laut FAS doch nicht so stark steigen wie anfänglich vermutet. Das US-amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) geht für das Wirtschaftsjahr 2021/22 noch von 3,5 Millionen Tonnen an Gerstenexporten aus, der FAS nur noch von 3,2 Millionen Tonnen. Für das in Argentinien laufende Wirtschaftsjahr 2020/21 nennt der FAS eine Gerstenerzeugung von 4,1 Millionen Tonnen und Ausfuhren in Höhe von 2,5 Millionen Tonnen. Allein bis Mitte Juli waren 2,35 Millionen Tonnen Gerste ins Ausland verkauft worden. Der wichtigste Abnehmer war China. Argentinische Exporteure gehen aber nicht davon aus, dass China im Rest des Wirtschaftsjahres noch Gerste aus Argentinien kaufen wird, da Frankreich und die Ukraine wettbewerbsfähiger sind.

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