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EU-Ratspräsidentschaft

Neue GAP im Fokus

Dänemark hat den Vorsitz im Rat der EU mit dem Jahreswechsel an Zypern abgegeben. Neben der GAP-Reform will Zypern vor allem die Novellen des Saatgutrechts und der Tiertransportverordnung voranbringen.

von age erschienen am 07.01.2026
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Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) wird auch unter dem Vorsitz Zyperns eines der wichtigsten Themen im Rat der Europäischen Union bleiben. Das geht aus der vorläufigen Agenda für die Treffen der Agrarminister in den nächsten sechs Monaten hervor, die der zypriotische Vorsitz Ende des vergangenen Monats präsentiert hat. Demnach soll über die Gestaltung der europäischen Agrarpolitik nach 2027 an mehreren Terminen diskutiert werden; nach derzeitigem Stand zum ersten Mal am 23. Februar. Bei der letzten Sitzung unter eigenem Vorsitz im Juni will Zypern zu dem Dossier einen Fortschrittsbericht abliefern. 

Bei ihrem ersten regulären Treffen unter der Leitung von Maria Panagiotou werden die Agrarminister der Mitgliedstaaten allerdings vornehmlich über die Novelle der EU-Ökoverordnung, die Bioökonomiestrategie und die Bewertung der Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken (UTP) sprechen. Im weiteren Verlauf des Jahres will Nikosia außerdem ein Fazit zum ersten Jahr der Umsetzung der Brüsseler Vision zur Zukunft der Landwirtschaft ziehen. Vorangebracht werden sollen die Verhandlungen über die Änderungen an der Gemeinsamen Marktordnung (GMO) sowie die Novellen des Saatgutrechts und der Tiertransportverordnung.

Die neue Vorsitzende des Agrarrats ist 1982 in Zypern auf die Welt gekommen. Sie hat an der dortigen Universität Geschichte und Archäologie studiert und in neuerer und zeitgenössischer Geschichte promoviert. Das Agrarressort in Nikosia leitet Panagiotou seit Januar 2024; zuvor war sie Umweltkommissarin des Inselstaates.

Informelles Treffen zu Mercosur

Außerplanmäßig haben sich die 27 EU-Agrarminister oder ihre Vertreter zu einem informellen Treffen in der belgischen Hauptstadt bereits diese Woche zusammengefunden. Vornehmlich sei es bei der Zusammenkunft um das Handelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten gegangen. Die Zweifler aus vor allem Frankreich, Italien und Polen sollten ins Boot geholte werden. Vor allem die italienischen Winzer sowie der auf den Export angewiesene Spezialitätensektor sollte besonders von Mercosur profitieren. Die Zeit zur Überzeugung drängt allerdings. Bereits in dem am Freitag, 9.1. tagenden Ständigen Ausschuss der EU-Botschafter müsste grünes Licht für die Übereinkunft gegeben werden. Sollte dies nicht gelingen, wird EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die für kommende Woche geplante Reise in das Mercosur-Mitgliedsland Paraguay zur Unterzeichnung des Handelsabkommens wohl nicht antreten.

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