Klimaschutz mit heimischen Biokraftstoffen erhalten
Aus Sicht des Deutschen Bauernverbandes (DBV) beschreitet die EU-Kommission mit ihrem am 30. November 2016 vorgelegten Energiepaket im Bereich der Biokraftstoffe einen irrationalen Weg.
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Der Vorschlag, konventionelle Biokraftstoffe ab 2021 stufenweise von 7 Prozent auf 3,8 Prozent bis 2030 zurückzufahren, wird vom DBV entschieden abgelehnt. Für den DBV ist es im Hinblick auf den Klimaschutz völlig unverständlich, heute vorhandene Kapazitäten zur Minderung der Treibhausgase aufzugeben. Der DBV fordert, das bestehende Ziel von 7 Prozent konventioneller Kraftstoffe bis 2030 fortzuschreiben und darüber hinaus sogenannte fortschrittliche Biokraftstoffe auszubauen. Alles andere wäre ein Rückschritt auf dem Weg der Dekarbonisierung.
Der DBV verweist darauf, dass in Deutschland bereits 2015 eine Treibhausgasminderung von über 70 Prozent bei Biokraftstoffen erreicht worden ist. Heimischer Biodiesel auf Basis von Raps und Bioethanol auf Basis von Zuckerrüben oder Getreide sind nachhaltig, auch weil damit zusätzlich wertvolle Eiweißfuttermittel erzeugt werden.
Der DBV wendet sich gegen eine von der EU-Kommission betriebene Vernichtung von Wertschöpfung und Absatzmöglichkeiten für die heimische Landwirtschaft.
Behauptungen der EU-Kommission, heimische Biokraftstoffe seien der Auslöser für klimaschädliche Änderungen der Landnutzung, weist der DBV zurück. Stattdessen müssten die wachsenden Pflanzenölimporte aus Übersee kritischer betrachtet werden, vor allem Palmöl.
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