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Landwirtschaftliches Zentrum in Aulendorf

Wiederaufbau der Stallanlagen kann beginnen

Die Baufreigabe für einenneuen Kälberstall und Stall mit automatischem Melksystem am Landwirtschaftlichen Zentrum Baden-Württemberg in Aulendorf ist erteilt. Knapp neun Millionen Euro werden in die erste Phase der Modernisierung investiert.

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Die Bauarbeiten für einen neuen Kälberstall und einen Stall mit automatischem Melksystem (AMS) am Landwirtschaftlichen Zentrum Baden-Württemberg (LAZBW) auf dem Atzenberg in Aulendorf sollen Ende des zweiten Quartals 2021 starten. Das Ministerium für Finanzen hat die Baufreigaben erteilt. Das Land investiert in den Kälberstall rund 4,9 Millionen Euro und in den AMS-Stall etwa 3,8 Millionen Euro.

„Das Landwirtschaftliche Zentrum Baden-Württemberg ist eine Lehr- und Forschungseinrichtung des Landes. In den modernen Ställen kann in Zukunft auf neuestem Stand geforscht, gelehrt und gelernt werden“, so Finanzministerin Edith Sitzmann anlässlich der Baufreigabe. „Knapp 9,0 Millionen Euro investieren wir in diese erste Phase der Modernisierung des Landwirtschaftlichen Zentrums.“

Wiederaufbau nach Brand

„Die nun beginnende Umsetzung der geplanten Baumaßnahmen ist ein wichtiger Schritt im Rahmen des Wiederaufbaus und der strategischen Weiterentwicklung des Landwirtschaftlichen Zentrums in Aulendorf nach dem Großbrand im Jahr 2018. Bei der Planung wurde höchster Wert auf das Tierwohl, aber auch zahlreiche Digitalisierungs- und Automatisierungsprozesse gelegt. Somit besteht in den Stallungen unter anderem die Möglichkeit einer automatisierten Einstreu der Liegebereiche mit Stroh oder alternativen organischen Materialien sowie der Einsatz einer automatisierten Fütterung mittels fortschrittlicher Tränketechnik beziehungsweise eines Fütterungsroboters“, sagte Landwirtschaftsminister Peter Hauk MdL.

Stallanlage und Photovoltaik

Der neue Kälberstall mit sogenannten Zweiflächenbuchten, wo die Tiere neben einem Fressbereich auch eine Liegefläche vorfinden, sowie einem offenen Laufhof bietet Platz für rund 150 Jungtiere. Der Stall ist die Voraussetzung für die Unterbringung der eigenen Nachzucht für den landwirtschaftlichen Lehr- und Versuchsbetrieb. Auf dem Dach des Kälberstalls wird eine rund 710 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage installiert, die durchschnittlich 97.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen wird.

Auch für das Dach des neuen AMS-Stalls ist eine Photovoltaik-Anlage vorgesehen: Mit rund 880 Quadratmeter Fläche sollen durchschnittlich 120.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugt werden. „Wir bauen die Photovoltaikflächen auf den Gebäuden des Landes kontinuierlich aus. Den erzeugten Strom nutzen wir überwiegend selbst. Das nützt dem Klima und senkt die Energiekosten“, sagte Finanzministerin Sitzmann.

Im neuen AMS-Stall, der als dreireihiger Milchviehlaufstall mit offenen Längsseiten und einem außenliegenden Laufhof geplant ist, können 65 Kühe gemolken werden. Die Zuluft wird durch verstellbare Wind- und Sonnenschutznetze temperaturabhängig geregelt.

Eine der wichtigsten Aufgaben des LAZBW am Standort Aulendorf ist neben der Bearbeitung praxisrelevanter Projekte die Aus-, Fort- und Weiterbildung. Mit den beiden Neubauten können vor allem Entwicklungen im Bereich Digitalisierung unter dem Stichwort ‚Milchviehhaltung 4.0‘aufgegriffen werden. „Mit diesem geplanten modernen Modell- und Demonstrationsbetrieb leisten wir einen wichtigen Beitrag für unsere landwirtschaftlichen Betriebe im Land, indem der Berufsnachwuchs bestmöglich ausgebildet und praxisrelevante Fragestellungen kompetent bearbeitet werden“, so Landwirtschaftsminister Hauk.

Für die Neuordnung des LAZBW in Aulendorf wurde ein Masterplan mit insgesamt fünf Entwicklungsphasen erarbeitet. Die beiden in Holzbauweise geplanten Stallneubauten sind Teil der ersten Entwicklungsphase, sie werden durch das Amt Ravensburg des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg im Rahmen der Holzbau-Offensive Baden-Württemberg umgesetzt. Beide Stallgebäude sind als Kaltställe konzipiert; das bedeutet, dass das Klima im Inneren weitgehend dem Außenklima entspricht. Die Bauten werden vorwiegend aus Brettschichtholz errichtet. Sie sollen im Frühjahr 2023 fertiggestellt sein. Der Holzbau spielt für das Land Baden-Württemberg als Bauherr eine wichtige Rolle, um nachhaltig zu bauen und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

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