Absatz deutlich besser als im Vorjahr
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Die ersten Frühsorten gelangten Anfang August auf den Markt, etwa eine Woche später als im Vorjahr, wie die LEL Schwäbisch Gmünd in ihrer Markteinschätzung zu Beginn der neuen Kampagne mitteilt. Das Sortiment erweiterte sich stetig und wurde in KW 34 durch erste Elstar ergänzt.
Gute Mostobstpreise stützen den Preis
Entsprechend der allgemein geringen Erntemengen und der großen Nachfrage nach Verwertungsware wird kein Druck auf die Apfelpreise ausgeübt. Der Abfluss über die Verarbeitungsindustrie wirkt angesichts des aktuell starken Mostpreises in der Obstregion Bodensee von 14,99 Euro/dt (Durchschnitt KW 32 bis 39, plus 207 Prozent gegenüber Vorjahr) marktbereinigend, so dass die letzte alterntige Ware gut vom Markt abfließen kann.
Tafeläpfel erzielten im gleichen Zeitraum 53,05 Euro/dt (plus 51 Prozent gegenüber Vorjahr). In der vergangenen Saison liefen zum aktuellen Zeitpunkt bereits zahlreiche Aktionen im LEH, um die Nachfrage anzukurbeln. Heuer laufen noch kaum Aktionen, da vergleichsweise wenig Ware verfügbar ist. Deshalb wurden in dieser Saison am Bodensee erst rund 8000 t Tafelware vermarktet ( minus 41 Prozent zum Vorjahr).
Nach einer ersten Schätzung im Zuge der Prognosfruit wird die Erntemenge am Bodensee bei 209.900 t gesehen, für Deutschland wird von 885.000 t (minus 21 Prozent) ausgegangen. In der EU wird eine Ernte von 1,197 Millionen Tonnen erwartet, das sind fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Für die Bodenseeregion wird mit einem Rückgang von 69.000 t oder 25 Prozent gerechnet. Die Ernteeinbußen sind Ursache des Zusammenspiels aus dem langen Winter, örtlichem Blütenfrost, Alternanz, schlechtem Fruchtansatz, Sonnenbrand und wegen Trockenheit zurückbleibenden Fruchtwachstums, was Einbußen in der Kalibergröße zur Folge hat.
Im September betrug der Bio-Apfelpreis im Naturkosteinzelhandel 229 Euro/dt.








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