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Sonderbericht des Weltklimarats

Schlechtes Zeugnis für die Lebensmittelerzeugung

In Genf wurde heute der Sonderbericht über Klimawandel und Landsysteme des Weltklimarat vorgestellt. Die Land- und Forstwirtschaft und das gesamte Ernährungssystem ist demnach Haupttreiber des Klimawandels.
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Der Bericht stellt dar, dass Land- und Forstwirtschaft sowie andere Arten der Landnutzung 23 Prozent der menschlichen Treibhausgasemissionen verursachen. Gleichzeitig spielt die Landnutzung eine entscheidende Rolle im Klimaschutz. Beispielsweise im Erhalt von Ökosystemen. So "absorbieren natürliche Landprozesse Kohlendioxid, das fast einem Drittel der Kohlendioxidemissionen aus fossilen Brennstoffen und der Industrie entspricht", sagte Jim Skea, Co-Vorsitzender der IPCC-Arbeitsgruppe III.

Der Bericht zeige, wie der nachhaltige Umgang mit Bodenressourcen zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen kann, sagte Hans-Otto Pörtner, Co-Vorsitzender der IPCC-Arbeitsgruppe II. "Bereits genutztes Land könnte die Welt in einem sich verändernden Klima ernähren und Biomasse für erneuerbare Energien liefern, aber es sind frühzeitige, weitreichende Maßnahmen in mehreren Bereichen erforderlich", sagte er, "auch zur Erhaltung und Wiederherstellung von Ökosystemen und Biodiversität."

Wenn Land hingegen degradiert werde, sei es weniger produktiv, was den Anbau einschränke und die Fähigkeit des Bodens, Kohlenstoff zu absorbieren, verringere. Diese Tatsache verschärfe den Klimawandel, während der Klimawandel selbst wiederum die Bodendegradation auf viele verschiedene Arten verschärfe. "Die Entscheidungen, die wir im Hinblick auf eine nachhaltige Landbewirtschaftung treffen, können dazu beitragen, diese nachteiligen Auswirkungen zu verringern und in einigen Fällen umzukehren", sagte Kiyoto Tanabe, Co-Vorsitzender der Task Force für nationale Treibhausgasinventare.

Fakt ist, dass Klimaschutz weiterhin ein wichtiges Ziel bleiben muss und die Menge an CO2 in der Atmosphäre reduziert werden muss oder durch landbasierte Methoden gebunden werden muss. Derzeit ist allerdings unklar, ob die Landnutzung dazu ausreiche.

Mit zunehmender Verzögerung von ambitioniertem Klimaschutz in allen Sektoren steigt die Menge an CO2, die der Atmosphäre  vor allem durch land-basierte Methoden wieder entzogen werden müsste, um die Klimaziele von Paris einzuhalten. Es ist unklar, ob das Potenzial der Landsysteme dazu ausreicht und bei Anwendung in sehr großem Maßstab sind hohe Risiken für Landsysteme und Ernährungssicherheit zu erwarten.

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