
Gelder für Umweltschutz
Die EU-Kommission hat ihre „Nature Credits“ Roadmap vorgestellt. Sie soll helfen, privates Geld für den Umweltschutz zu einzusammeln.
von age erschienen am 28.08.2025Die EU-Kommission hat ihre Roadmap zu den geplanten „Nature Credits“ vorgelegt. Dabei handelt es sich, wie Umweltkommissarin Jessika Roswall jüngst erklärte, um eine Möglichkeit, private Gelder in Maßnahmen zu lenken, die der Natur zugutekommen. Gleichzeitig soll durch solche Gutschriften eine zusätzliche Einkommensquelle für Land- und Forstwirte sowie Fischer geschaffen werden.
Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und auch Privatpersonen sollen „Nature Credits“ kaufen und im Gegenzug von intakten Ökosystemen, einer besseren Reputation und einer höheren sozialen Akzeptanz ihrer eigenen Aktivitäten profitieren. Als Beispiele für Maßnahmen, die mit „Nature Credits“ unterstützt werden könnten, nennt die Kommission die Wiedervernässung von Mooren und Aufforstungen.
Zwar soll die öffentliche Finanzierung auch weiterhin eine tragende Stütze des Naturschutzes bleiben, stellt die Kommission klar. Dieses Geld reiche aber bei Weitem nicht aus. Diese Lücke soll nun in fünf Schritten mit privatem Kapital geschlossen werden.
Zunächst sollen Standards etabliert werden. Notwendig seien eine robuste, wissenschaftlich fundierte Zertifizierung und verlässliche Prüfmethoden. Darauf aufbauend soll eine Marktinfrastruktur mit transparenter Governance und verlässlichen Überwachungssystemen aufgebaut werden. Drittens sollen Maßnahmen getestet und skaliert werden. Schon jetzt würden Pilotprojekte gefahren und man beobachte eine wachsende Nachfrage nach „Nature Credits“, berichtet die Brüsseler Behörde. Viertens wird eine globale Vernetzung der Aktivitäten angestrebt. Ziel sei es, Erkenntnisse aus der internationalen Arbeit zu solchen Naturgutschriften zu nutzen. Geplant ist schließlich ein möglichst einfacher Rechtsrahmen, um den Verwaltungsaufwand so gering wie möglich zu halten.
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