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Pflanzenschutzmittelrückstände

Weniger Lebensmittel belastet

Bei den Lebensmittelkontrollen der Bundesländer wiesen 2024 die Hälfte der Proben keine Pflanzenschutzmittelrückstände auf, gegenüber 39 Prozent im Vorjahr.

von age erschienen am 20.01.2026
In der Kategorie Obst und Gemüse waren im Jahr 2024 rund 58 Prozent der Lebensmittelproben mit Rückständen belastet. © Silvia Rueß
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In den Lebensmitteltestungen der Bundesländer wurden 2024 weniger Produkte mit Pflanzenschutzmittelrückständen gefunden als im Vorjahr. Das zeigt die jetzt vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) veröffentlichte „Nationale Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln 2024“.

Demnach wiesen von den insgesamt 16.228 untersuchten Proben genau die Hälfte keine Rückstände auf. Im Vorjahr hatte der Vergleichswert bei rund 39 Prozent gelegen. Rückstände oberhalb der festgelegten Höchstgehalte wurden laut dem BVL 2024 in 2,2 Prozent der Proben gefunden, gegenüber 2,7 Prozent im Vorjahr. In den einzelnen Lebensmittelgruppen gab es unterschiedliche Ergebnisse. Besonders wenig belastet waren Lebensmittel tierischen Ursprungs. Auch Getreide, verarbeitete pflanzliche Lebensmittel und Säuglingsnahrung schlossen besser ab als der Durchschnitt aller Proben. In der Kategorie Obst und Gemüse waren hingegen 58 Prozent der Proben mit Rückständen belastet, wobei die jeweils festgelegten Höchstgehalte bei 2,5 Prozent der Proben übertroffen wurden.

„Die Sorte selbst und die Herkunft des Erzeugnisses sind entscheidende Faktoren“, erklärte BVL-Präsidentin Prof. Gaby-Fleur Böl. Beispielsweise seien in Spargel nur in einem kleinen Anteil an Proben überhaupt Rückstände von Pflanzenschutzmitteln quantifiziert worden. Bei Grapefruits oder Kirschen habe man hingegen in den meisten Proben Rückstände festgestellt. Auch die Herkunft der Produkte spielt laut Böl ein Rolle. Während bei einem Prozent der beprobten Erzeugnisse aus Deutschland und bei 1,5 Prozent der Proben aus anderen EU-Staaten Überschreitungen der geltenden Rückstandshöchstgehalte aufgetreten seien, liege dieser Anteil bei Erzeugnissen aus Drittstaaten bei 6,7 Prozent; das waren allerdings 1,8 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.

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