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Gerstenzüchtung

Resistent gegen Mehltau

Mehltaubefall in Gerste ist weltweit ein Problem. Ein internationales Forschungsteam hat nun zwei Gene identifiziert, die bei der Verteidigung von Gerstenpflanzen gegen Mehltau eine wichtige Rolle spielen und für die Züchtung krankheitsresistenter Gerstensorten hilfreich sein könnten.

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Rueß
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Die Forschungsergebnisse zeigen, dass die beiden Gene ─ HvGsl6 and HvCslD2 ─ mit der Anreicherung von Kallose und Zellulose in der Zellwand in Verbindung stehen. Diese beiden Polysaccharide spielen eine wichtige Rolle bei der Abwehr des Mehltaupilzes. Sie verhindern dessen Eindringen in die Zelle durch die Zellwand.

Im Verlauf des evolutionären Wettbewerbs zwischen Krankheitserregern und ihrem Wirt haben die Wirtspflanzen eine breite Palette von Abwehrstrategien gegen die Erreger entwickelt. Eine der frühen pflanzlichen Reaktionen bei der Abwehr eines Mehltaubefalls sind die als Papillen bezeichneten Zellwandverdickungen. Sie bilden eine Schutzwand, welche das Eindringen des Pilzes durch die Zellwand verhindert. In der Gerste besteht diese vor allem aus Kallose und Zellulose. Die Gene, welche für die Anreicherung dieser beiden Polysaccharide in die Zellwand im Rahmen der Abwehrreaktion gegen Mehltau verantwortlich sind, wurden allerdings bis zu diesem Zeitpunkt nicht identifiziert.

Die Forscher vom Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben und der australischen Universität Adelaide sind sich sicher, „dass die beiden neuentdeckten Gene HvGsl6 and HvCslD2 interessante Ansatzpunkte für die Verbesserung der Abwehr des Eindringens des Mehltaupilzes in die Pflanzenzellen bieten. Wir können sie nun zur Identifizierung molekularer Marker für die Züchtung von Gerstensorten mit verbesserter Mehltauresistenz nutzen.“

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