Wintergetreide: Unkraut, Ungras und Schnecken bekämpfen
Nach den Niederschlägen und bei der noch milden Witterung sind die Bedingungen für die Ungras- und Unkrautbekämpfung im frühen Nachauflauf günstig. Wenn schon Ungräser und Unkräuter aufgelaufen sind, ist die Anwendung einer Kombination von Blatt- und Bodenherbiziden ratsam.
Eine gute Herbizidwirkung über den Boden erfordert: Feinkrümeliges und abgesetztes Saatbeet, ausreichende Bodenfeuchtigkeit nach Niederschlägen und gleichmäßige sowie ausreichend tiefe Ablage des Saatkorns.
Wer noch Restmengen von Herbiziden mit den Wirkstoffen Isoproturon oder Triasulfuron im Lager hat, sollte diese möglichst jetzt aufbrauchen (Frist bis 30.09.2017). Bei der Anwendung sind umfangreiche Auflagen zu beachten, zum Beispiel keine Anwendung auf drainierten Flächen, keine Anwendung auf leichten oder schweren, tonigen Böden und Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern. Um eine Abschwemmung der Wirkstoffe zu verhindern, muss auf Flächen mit Hangneigung ein mit einer geschlossenen Pflanzendecke bewachsener Randstreifen mit einer Mindestbreite von 20 Metern vorhanden sein! Nur wenn die Anwendung im Mulch- oder Direktsaatverfahren erfolgt, ist der Randstreifen nicht erforderlich.
Hinweise zur Wirkung der Mittel sowie zu den Auflagen sind im Merkblatt Integrierter Pflanzenschutz 2016 in Tabelle 15 auf Seite 27, Tabelle 17 auf Seite 29, sowie in Tabelle 76 auf S. 78 - 81 nachzulesen.
Nach der Aussaat sollten insbesondere pfluglos bestellte Flächen auf Schnecken kontrolliert werden. Bei Schneckenbefall können die auflaufenden Saaten mit Schneckenkorn (Tabelle 3 auf Seite 14) geschützt werden. Oft sind Randbehandlungen ausreichend.
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