Geben Sie einen Suchbegriff ein
oder nutzen Sie einen Webcode aus dem Magazin.

Geben Sie einen Begriff oder Webcode ein und klicken Sie auf Suchen.
DBV legt Diskussionspapier vor

Maßnahmen für Milchviehalter in der Corona-Krise

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise hat der Verbandsrat des Deutschen Bauernverbandes (DBV) die grundsätzlichen milchpolitischen Positionen des DBV für die weitere innerverbandliche Diskussion festgelegt.
Veröffentlicht am
/ Artikel kommentieren
Artikel teilen:

In dem Diskussionspapier wird im Wesentlichen zu folgenden Punkten Stellung genommen:

Marktanpassung bei Molkereien: Eine molkereiindividuelle Mengenreduktion ist dann hilfreich, wenn damit der Anteil der deutlich unterdurchschnittlichen Verwertungen reduziert werden kann. Nach dem Wegfall der staatlichen Mengenregulierung liegt das Management der Anlieferungsmengen allein in den Händen der Marktakteure. Der Großteil der deutschen Molkereien zeigt aktuell trotz der außergewöhnlichen Marktlage bislang nur eine geringe Bereitschaft, marktgerechtere Formen der Lieferbeziehungen zeitnah in der Breite zu etablieren. Gerade dies ist aber erforderlich.

Private Lagerhaltung und öffentliche Intervention: Damit können Milchprodukte schnell und punktgenau über einen längeren Zeitraum vom Markt genommen werden und somit diese Märkte vorübergehend stabilisieren. Im Rahmen der gemeinsamen Marktorganisation ist zu prüfen, ob die öffentliche Intervention im Milchmarkt nur denjenigen Unternehmen zur Verfügung stehen soll, die gleichzeitig mit Anlieferungsreduktionen ihrer Verantwortung für den Gesamtmarkt nachkommen.

Mengenplanung: Anerkannte Erzeugerorganisationen und Vereinigungen solcher Organisationen haben für die kommenden sechs Monate die Möglichkeit, Vereinbarungen zur Planung der erzeugenden Rohmilchmenge umzusetzen.
Ankurbeln der Nachfrage: Es gilt auch und insbesondere während einer angespannten Marktlage, im EU-Binnenmarkt nationale Abschottungstendenzen zu unterbinden. Absatzrekorde im deutschen Lebensmitteleinzelhandel sind nicht mit Forderungen nach Preisnachlässen vereinbar. Der DBV begrüßt die Initiativen zur Öffnung von Hotels, Restaurants und Gaststätten. Molkereien, die sich auf diese Absatzkanäle spezialisiert haben, sind unverschuldet in eine ernsthafte wirtschaftliche Schieflage geraten.

Liquiditätshilfeprogramme für Land- und Molkereiwirtschaft: Den Milchviehhaltern stehen wie allen Landwirten, die Soforthilfen des Bundes beziehungsweise der Länder und die Liquiditätssicherungsdarlehen der Landwirtschaftlichen Rentenbank offen. Ein zusätzlicher Tilgungszuschuss für Betriebe mit erheblichen Umsatz- beziehungsweise Ertragsausfällen wird derzeit vom Bund vorbereitet und muss zügig umgesetzt werden. Molkereien mit Absatzeinbrüchen müssen sich darum bemühen, ihre Liquidität über den Corona-Rettungsschirm (KfW und Förderbanken der Länder) abzusichern.

Das DBV-Diskussionspapier im Wortlaut finden Sie hier.

Downloads:
0 Kommentare
Was denken Sie? Artikel kommentieren

Zu diesem Artikel liegen noch keine Kommentare vor.
Schreiben Sie den ersten Kommentar.

Artikel kommentieren
Was denken Sie? Artikel kommentieren
Ort ändern

Geben Sie die Postleitzahl Ihres Orts ein.