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Ukraine

Özdemir verurteilt russischen Angriff scharf

Der Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir äußert sich zur Entwicklung der Agrarmärkte und den russischen Angriff auf die Ukraine.

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"Mein Ministerium wird mit allen Möglichkeiten dort unterstützten, wo Hilfe gefragt und möglich ist, und ist bereits in Kontakt mit den Ortskräften in den von uns geförderten Projekten. Nun braucht es mit unseren Partnern in der EU, der G7 und der Nato eine entschlossene Antwort, die der russische Staatspräsident versteht", sagt der Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir als erste Reaktion auf den russischen Angriffskrieg.
"Mein Ministerium wird mit allen Möglichkeiten dort unterstützten, wo Hilfe gefragt und möglich ist, und ist bereits in Kontakt mit den Ortskräften in den von uns geförderten Projekten. Nun braucht es mit unseren Partnern in der EU, der G7 und der Nato eine entschlossene Antwort, die der russische Staatspräsident versteht", sagt der Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir als erste Reaktion auf den russischen Angriffskrieg.BMEL/Photothek-Trutschel
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Bei einer Ad-hoc-Bewertung der Folgen auf die Agrarmärkte durch den völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine, sagt der Bundesminister Cem Özdemir: „Ich verurteile den russischen Angriff auf die Ukraine auf das Schärfste. Der Angriff ist in keiner Art und Weise gerechtfertigt, Putin tritt als der einzige Kriegstreiber auf und trägt für dieses völkerrechtliche Desaster die alleinige Verantwortung. Ich habe Angst um die Menschen in der Ukraine, die um ihre Freiheit und ihr Leben fürchten müssen."

"Mein Ministerium wird mit allen Möglichkeiten dort unterstützten, wo Hilfe gefragt und möglich ist, und ist bereits in Kontakt mit den Ortskräften in den von uns geförderten Projekten. Nun braucht es mit unseren Partnern in der EU, der G7 und der Nato eine entschlossene Antwort, die der russische Staatspräsident versteht“, so Özdemir.  

Die Agrarmärkte fest im Blick

Das BMEL beobachtet und bewertet gemeinsam mit der EU aufmerksam die Entwicklung in der Region und ihre möglichen Auswirkungen auf die Agrar- und Düngemittelmärkte. So dient beispielsweise der Notfallplan für Lebensmittelversorgung und Ernährungssicherheit, der von der EU-Kommission im Rahmen der Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ entwickelt wurde dazu, Herausforderungen wie extremen Wetterereignissen, aber auch Engpässen bei wichtigen Produktionsfaktoren wie Düngemitteln, Energie und Arbeitskräften in einem koordinierten Vorgehen zu begegnen. Russland erzeugt 10 Prozent und die Ukraine 4 Prozent des Weizens weltweit. Der weltweite Weizen-Produktionsanteil der EU lag in den letzten Jahren bei etwa 20 Prozent.

Versorgung in der EU mit Weizen scheint gesichert 

In den letzten Jahren nahm der Anteil Russlands und der Ukraine an den weltweiten Weizenexporten beständig zu und betrug zuletzt 29 Prozent (Russland: 17 Prozent; Ukraine: 12 Prozent). Der Anteil der EU an den globalen Weizenexporten schwankte in der Vergangenheit witterungsbedingt zwischen 20 und 13 Prozent und lag zuletzt bei 16 Prozent. Die Ukraine und Russland sind demnach zwar bedeutende Exporteure auf dem internationalen Weizenmarkt. Die EU hat hier aber einen hohen Eigenversorgungsanteil. Die Krise kann deshalb gerade Länder außerhalb Europas treffen, die Schwierigkeiten haben werden, dies anderweitig auszugleichen. Hauptimporteure von russischem und ukrainischem Weizen sind Länder Nordafrikas, die Türkei sowie asiatische Länder. Für die Versorgung der Getreide- und Ölsaatenmärkte in Deutschland wären keine direkten Auswirkungen zu erwarten. Weitere Agrarmärkte oder Agrarprodukte dürften wegen eines geringen Handelsvolumens nicht betroffen sein. 

Preissteigerungen nicht auszuschließen - Unsicherheiten nehmen zu

Es ist nicht auszuschließen, dass eine Aussicht auf Unterbrechung der Exporte aus der Region für zusätzliche Unsicherheiten, begleitet von Preisanstieg und erhöhter Preisvolatilität auf den internationalen Märkten sorgen könnte. Insgesamt ist die Ernährungsindustrie durch Preissteigerungen auch bei Vorleistungen (wie Düngemitteln und Energie) betroffen. In diesem Zuge ist eine weitere Verteuerung von Lebensmitteln sowie eine Steigerung der Inflationsrate nicht auszuschließen. 

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