
„Kompass“ zur Landtagswahl 2026
Starkes Signal an die Landespolitik: Im Rahmen der 35. Mitgliederversammlung übergab der LBV seinen neuen Forderungskatalog „Kompass“ an die Spitzenkandidaten der Landtagsfraktionen.
von Landesbauernverband in Baden-Württemberg erschienen am 25.11.2025Mit einer deutlichen Botschaft an die Landespolitik hat der Landesbauernverband in Baden-Württemberg (LBV) heute seine 35. Mitgliederversammlung in der voll besetzten Schwabenlandhalle abgehalten. Im Mittelpunkt standen die Erwartungen der Bäuerinnen und Bauern, dass sich auch die Landespolitik für die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft einsetzt.
Der Tag begann mit der Rede des LBV-Präsidenten Joachim Rukwied, gefolgt vom Geschäftsbericht von LBV-Hauptgeschäftsführer Marco Eberle. Bereits hier wurde klar: Die Betriebe erwarten spürbare Entlastungen, Reformen und eine Agrarpolitik, die Eigenverantwortung stärkt und Unternehmergeist zulässt.
Spitzenkandidaten treffen Bauern
Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung stand die Podiumsdiskussion mit dem Titel „Die Landtagswahl 2026 – Ideen, wie Baden-Württemberg wettbewerbsfähig bleibt und Wohlstand sichert“. Auf dem Podium nahmen die Spitzenkandidaten der im Landtag vertretenen Parteien Platz: Manuel Hagel für die CDU, Cem Özdemir für Bündnis 90/Die Grünen, Dr. Hans-Ulrich Rülke für die FDP, Markus Frohnmaier für die AfD und der Vorsitzende des SPD-Arbeitskreises Ländlicher Raum Jonas Weber.
LBV-Präsident Joachim Rukwied machte bereits in seiner Rede unmissverständlich deutlich, worauf es den Bäuerinnen und Bauern jetzt ankommt: „Wir erwarten von allen Parteien klare Antworten und verlässliche Entscheidungen. Wir brauchen keine leeren Lippenbekenntnisse, sondern echte Perspektiven für die nächste Generation.“ Unter der Moderation von Sandra Pabst entwickelte sich auf dem Podium eine intensive und breit angelegte Debatte über die wirtschafts- und agrarpolitischen Weichenstellungen der kommenden Jahre.
1Die Spitzenkandidaten diskutierten die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Baden-Württemberg. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten Fragen der Energie- und Klimapolitik: die Folgen des Klimawandels für die Landwirtschaft, der Umgang mit Wetterextremen und neuen Schaderregern, Zielkonflikte bei der Nutzung landwirtschaftlicher Flächen sowie der Ausbau erneuerbarer Energien im Land. Auch die Zukunft der Tierhaltung wurde engagiert diskutiert – von wirtschaftlichen Perspektiven über Investitionsbedarf und Tierwohlstandards bis hin zu regionalen Schlachtstrukturen.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung präsentierte der Landesbauernverband seinen Forderungskatalog „Kompass“ zur Landtagswahl 2026. Mit diesem Kompass legt der LBV eine strukturierte und klare Positionierung vor, die die Forderungen und Erwartungen der baden-württembergischen Bauernfamilien an die kommende Landesregierung bündelt. Der Kompass ist nicht nur ein Forderungspapier, sondern politischer Kompass und Wegweiser zugleich: „Er macht deutlich, welchen Weg wir als Bauernfamilien einschlagen wollen – und welche politischen Entscheidungen nötig sind, damit Landwirtschaft Zukunft hat“, erklärt LBV-Präsident Joachim Rukwied.
Für den LBV ist klar: Die baden-württembergische Landwirtschaft braucht Mut, Pragmatismus und eine klare Fokussierung auf Innovation und Entwicklung. Sie braucht weniger Bürokratie, mehr Vertrauen in die Praxis und neue Perspektiven für die nächste Generation. Und sie braucht politische Entscheidungen, die eine Landwirtschaft ermöglichen, die Rukwied als „stark, zukunftsfähig, wirtschaftlich erfolgreich, gesellschaftlich anerkannt und ökologisch verantwortlich“ beschreibt.
Herzstück der kommunikativen Aktivitäten
Der Kompass wird das Herzstück der kommunikativen Aktivitäten des LBV zur Landtagswahl 2026 sein und die inhaltliche Grundlage für alle Gespräche, Positionierungen und politischen Forderungen bilden. Der Verband kündigte an, die Landtagswahl von der öffentlichen Debatte über die Wahl selbst bis hinein in mögliche Koalitionsverhandlungen eng zu begleiten. „Unsere Familienbetriebe wollen Zukunft gestalten – mit Freiräumen, Planungssicherheit und fairen Wettbewerbsbedingungen. Dafür setzen wir uns ein – gemeinsam, mit Überzeugung und mit Leidenschaft für eine Landwirtschaft, die uns alle ernährt“, so Rukwied. Mit diesem Anspruch geht der LBV selbstbewusst in die kommende Phase vor der Wahl und macht unmissverständlich deutlich: Die Landwirtschaft ist bereit, Verantwortung für das Land zu übernehmen. Die Politik muss nun endlich einen entschlossenen Politikwechsel liefern, der die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Wirtschaft stärkt.









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