Ernteprognose für Weizen in der EU stark gekürzt
- Veröffentlicht am
Die stärksten Korrekturen gab es für die Europäische Union, deren Weizenernte nur noch bei 135,5 Millionen Tonnen gesehen wird. Das sind vier Millionen Tonnen weniger als im Vormonat prognostiziert und fast 20 Millionen Tonnen weniger als im Wirtschaftsjahr 2019/20 gedroschen wurde. Der Auslöser dafür waren die ungünstigen Vegetationsbedingungen in weiten Teilen Europas. Aber nicht nur für die europäische Gemeinschaft wurde die Ernteprognose gekürzt. Auch in Argentinien, Kasachstan, Pakistan und der Türkei soll etwas weniger zusammenkommen als im Vormonat erwartet.
Korrekturen nach oben
Gleichzeitig gibt es aber ebenfalls Korrekturen nach oben. Die Ernte in der Ukraine wird jetzt bei 27 Millionen Tonnen gesehen und damit 0,5 Millionen Tonnen höher als im Juli. Die Weizenernte in Russland wird voraussichtlich doch 78 Millionen Tonnen erreichen, damit 1,5 Millionen Tonnen mehr als im Vormonat und 4,4 Millionen Tonnen mehr als im Jahr 2019. In Brasilien könnten im laufenden Wirtschaftsjahr rund 6,8 Millionen Tonnen zusammenkommen, damit 1,1 Millionen Tonnen mehr als im Vormonat prognostiziert wurden und 1,6 Millionen Tonnen mehr als im Vorjahr. Für die USA wurde die Ernteschätzung um 0,3 Millionen Tonnen auf 50 Millionen Tonnen angehoben. Damit wird das Vorjahresergebnis aber immer noch um gut zwei Millionen Tonnen verfehlt.
Verschiebungen im Exportgeschäft
Die Angebotsveränderungen machen sich vor allem im Exportgeschäft bemerkbar. Sowohl für die EU, als auch für Kasachstan und Argentinien wurden die Prognosen gegenüber dem Vormonat gekürzt. Russland, die Ukraine und die USA sollen hingegen mehr am Weltmarkt absetzen können als bislang erwartet wurde. Weltweit könnte der Weizenhandel auf knapp 188 Millionen Tonnen steigen. Das wäre ebenfalls Rekordhöhe.
Zu diesem Artikel liegen noch keine Kommentare vor.
Artikel kommentierenSchreiben Sie den ersten Kommentar.