Pestizide: Weniger bringt mehr
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Die Agronomen haben drei unterschiedliche Arten von landwirtschaftlichen Systemen definiert:
- die “konventionellen” Systeme, das heißt mit einem industriellen Standardeinsatz von Pestiziden;
- die “biologischen” Systeme, das heißt ohne Pestizide;
- die “low-input”-Systeme, das heißt mit einem verminderten Einsatz von landwirtschaftlichen Betriebsmitteln im Vergleich zu den konventionellen Systemen. Für die Studie wurde der Einsatz von Pestiziden durchschnittlich um 50 Prozent für den Mais und um 70 Prozent für den Weizen und für den Einsatz von mineralischen Stickstoffen durchschnittlich um 36 Prozent für den Mais und um 28 Prozent für den Weizen reduziert.
Vorherige Studien hatten ergeben, dass die biologischen Systeme zwischen 19% und 25 Prozent weniger Erträge als die “Konventionellen” lieferten. Die neue Studie jedoch zeigt, dass mit den Low input-Systemen die gleichen Erträge für den Mais erzielt werden können, wie mit den konventionellen Systemen. Beim Weizen ist der Ertrag zwar niedriger (um 12 Prozent), aber immer noch deutlich höher als bei den biologischen Systemen (um 44 Prozent).
Diese Studie ist die erste Analyse zu den Erträgen der sogenannten “Low-input”-Systeme. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Agronomy Journal veröffentlicht. Die Studie wurde im Rahmen des Programms “Glofoods: Wandel für die weltweite Ernährungssicherheit” des INRA und des Zentrums für internationale Zusammenarbeit in der Agrarforschung für Drittländer (CIRAD) durchgeführt.




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