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Kartoffeln

65. Internationale Kartoffel-Herbstbörse

Der Deutsche Kartoffelhandelsverband veranstaltete seine 65. Internationale Kartoffel-Herbstbörse mit rund 150 Gästen. Präsident Thomas Herkenrath gab eine Markteinschätzung ab, zudem diskutierten die Teilnehmer die Zukunft der Lebensmittel-Vermarktung.

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Thomas Herkenrath
Thomas HerkenrathDKHV
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Ertrags-Aussichten nach Region

DKHV-Präsident Thomas Herkenrath gab einen Ausblick auf den Europäischen Kartoffelmarkt. Aus den Ernteerwartungen dort erwachsen für den deutschen Kartoffelhandel Chancen und Möglichkeiten, die es klug zu nutzen gelte. Denn in Deutschland wächst auf einer Fläche von 235 500 Hektar nach gegenwärtigem Stand eine Ernte von 10,2 Mio. Tonnen heran, so das Ergebnis des Sachverständigenausschusses von Bund und Ländern zur Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung.

Dabei sind witterungsbedingt erhebliche regionale Ertragsunterschiede zu verzeichnen. Während aktuell im Mittel mit einem Ertrag von rund 432 dt/ha gerechnet werde, lägen die höchsten gemeldeten Erträge mit rund 472 dt/ha in Niedersachsen. In Bayern werden mit 455 dt/ha rund 100 dt/ha mehr als im Trockenjahr 2015 erwartet.

Insgesamt hat der Kartoffelanbau in Deutschland nochmals abgenommen. Trotz einer steigenden Nachfrage nach Verarbeitungsprodukten ging die Anbaufläche nochmals um 0,5 % zum Vorjahr zurück und lag 4,3 % unter dem mehrjährigen Durchschnitt der Jahre 2010-2015. Diese Zahlen sind angesichts der besonderen Situation mit dem derzeit verzögerten Rodestand als vorläufig zu betrachten.

Zukunft der Lebensmittel-Vermarktung

Gut 150 Teilnehmer sowie 18 Aussteller, darunter erstmals die Agrarmarkt Informations Gesellschaft mbH, informierten sich über Neuigkeiten in der Branche und vorrangig über die Ernteaussichten des Jahres 2016. Angeregt diskutierten sie den Beitrag The Future of agriculture – a highly connected system von Sebastian Raßmann, der bei Trendone in Hamburg arbeitet. Er zeigte den technischen Fortschritt durch Digitalisierung und Kommunikation in den nächsten 10 Jahren, hinterließ aber auch nachdenkliche Mienen. Etwa, wenn es um die Nutzung der Gesichtserkennung und gesammelte Daten ging. Marketingstrategien, die bei Lebensmitteln auf virtuelle Einkäufe setzen oder eine vollautomatische landwirtschaftliche Produktion könnten in Zukunft realistisch sein.

Ein Fazit aus dem Vortrag: Die Landwirtschaft und alle damit verbundenen Bereiche werden sich neuen Herausforderungen stellen müssen, wenn es um eine vollständig transparenten Produktion und Rückverfolgbarkeit von Rohstoffen geht und die Preisanpassung nach Frischegrad der Lebensmittel denkbar wird. 

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