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BOG appelliert an Politik

Mehr wirksame Pflanzenschutzmittel nötig

Zum Jahreswechsel zeigen sich die Obst-, Gemüse- und Sonderkulturmärkte recht freundlich. Auch wenn sich bei Obst und Gemüse nach wie vor das Einfuhrverbot von Russland negativ auf den EU-Markt auswirkt, wird durch vielfältige Aktivitäten zur Diversifizierung des Exportgeschäfts der Markt entlastet. Allerdings haben in Deutschland die Aktivitäten zur Öffnung neuer Märkte, insbesondere für Äpfel, aufgrund administrativer Hürden und der phytosanitären Anforderungen der Zielländer noch nicht den entscheidenden Durchbruch gebracht. Insgesamt überwiegt aber die positive Stimmung, wie der Bundesausschuss für Obst und Gemüse (bog) mitteilt.
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Die deutsche Apfelernte ist in diesem Jahr mit gut einer Million Tonnen um acht Prozent höher ausgefallen als im Vorjahr. Der Start in die Saison 2016/17 ist mit stabilen bis leicht steigenden Preisen für den Frischmarkt gekennzeichnet. Großes Sorgenkind bleibt laut bog nach wie vor der Mostobstmarkt. Dieser liegt mit fünf Cent pro Kilogramm weiterhin am Boden.
Die Lagermengen bei Tafeläpfeln unterschreiten die Vorjahresmenge leicht, der Abverkauf läuft gut und die Aussichten stehen auf einem weiterhin stabilen Verlauf der diesjährigen Apfelsaison, so der bog weiter.

Pflanzenschutz forderte heraus
Die Witterung in 2016 hat in Deutschland zu einem insgesamt sehr hohen Schädlingsdruck sowohl bei pilzlichen als auch bei tierischen Schaderregern geführt, unterstreicht der bog weiter. Schadinsekten, wie beispielsweise die Kirschfruchtfliege oder die Kirschessigfliege, aber auch Fäulnis durch pilzliche Erreger hätten in vielen Kulturen die Anbauer an ihre Grenzen gebracht. Der Pflanzenschutzeinsatz gestaltete sich in diesem Jahr sehr kompliziert und es mussten auch mehr Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden. Trotz vielfältig notwendiger Pflanzenschutzmaßnahmen habe dies immer noch nicht gereicht, um Ertragsausfälle gänzlich zu vermeiden. Insbesondere beim Beerenobst, von den Erdbeeren über das Strauchbeerenobst bis zum Steinobst, habe die Kirschessigfliege die Ernteerwartungen dezimiert. Die Population habe sich witterungsbedingt so hochgeschaukelt, dass selbst eine permanente Bekämpfung keinen hundertrozentigen Erfolg mehr lieferte.

Das Jahr 2016 habe aber dennoch ganz eindeutig gezeigt, wie wichtige der Pflanzenschutz zur Sicherung der Erntemengen und der Qualitäten sowohl im ökologischen wie konventionellen Anbau sei. Auch die Politik müsse nun verstehen, dass eine ausreichende Palette an wirksamen Pflanzenschutzmitteln erforderlich sei, um die Kulturen zu sichern und darüber hinaus einen Wirkstoffwechsel durchführen zu können, um der Entstehung von Resistenzen vorzubeugen. Erforderlich seien gerade für den Sonderkulturanbau weitere Wirkstoffe im insektiziden und fungiziden Bereich, um auch im nächsten Jahr bei Witterungsextremen gewappnet zu sein, um die Kulturen zu schützen und um dem Verbraucher gute Qualitäten anbieten zu können. Dazu gehöre auch,
dass seitens der Politik und der Behörden mit dazu beigetragen werde, dass die Akzeptanz des Pflanzenschutzmitteleinsatzes in der Bevölkerung verbessert wird.

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