Fließfähig gehts schnell zur Wurzel
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Gülle zur Grünlanddüngung sollte einen Trockensubstanzgehalt von fünf bis sechs Prozent nicht überschreiten. Ansonsten sind Futterverschmutzungen an der Tagesordnung oder es muss mit Nährstoffverlusten gerechnet werden. Gleiches gilt für faserreiche, dickflüssige Gärreste. Dies gilt insbesondere für die Ausbringung in den Sommermonaten.
Verdünnung mit Wasser
Eine Verdünnung mit Wasser im Verhältnis 1:1 kann die gasförmigen Stickstoffemissionen deutlich verringern. Im Gegenzug muss allerdings mehr Menge ausgebracht werden. Zudem steigt der Bodendruck, da mehr Gesamtgewicht auf die Fläche gefahren wird. Die Verdünnung der Gülle mit Wasser bietet sich vor allem bei Betrieben mit hofnahen Flächen an, idealerweise kombiniert mit einer Verschlauchung.
Separierung in zwei Phasen
Bei der Separierung fallen neben einem dünnflüssigen Fugat rund zwölf bis 20 Prozent der Ausgangsmenge als Feststoff an. Meist kommen Pressschneckenseparatoren zum Einsatz. Sie haben - je nach Trockensubstanzgehalt des Ausgangsmaterials - einen Durchsatz von 5,0 bis 15,0 m³ pro Stunde. Die TS-Gehalte nach der Separierung liegen häufig in der Festphase zwischen 20 und 30 Prozent, die flüssige Phase liegt bei einem TS-Gehalt von fünf bis sechs Prozent.
Vergärung in der Biogasanlage
Die VErgärung im Biogasfermenter verändert die Substrate und sorgt bie den entstehenden Gärresten zu einer Zunahme positiver Eigenschaften. Dazu zählen eine geringere Geruchsbelästigung, verbesserte Fließfähigkeit, mehr Ammoniumstickstoff und Verlust der Keimfähigkeit bei manchen Unkrautsamen.
Näheres zu diesen Formen der Güllebehandlung erfahren Sie in BWagrar Heft 30, das am Freitag, 27. Juli 2018 zu Ihnen ins Haus kommt. In Heft 31 informieren wir über verschiedene Güllezusätze.





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