Große Nachfrage nach kleinen Packungen
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Die Umstellungswelle landwirtschaftlicher Betriebe hin zur Ökoerzeugung beschert den (Bio)Vermarktern in Baden-Württemberg mehr Biogetreide und den Zwang, neue Kunden für das erweiterte Angebot zu finden. Das ist nicht ungewöhnlich. Der Biomarkt wächst in Etappen. Mal ist die Nachfrage größer als das Angebot, mal ist es umgekehrt. Gerade beim Biospeiseweizen ist anscheinend das Angebot in diesen Wochen noch wesentlich größer als die Nachfrage. Das ergab eine aktuelle BWagrar-Umfrage bei Erzeugergemeinschaften, Erfassern und Mühlen.
Vor diesem Hintergrund kommt die corona-bedingte Sonderkonjunktur nicht ungelegen. Viele Arbeitnehmer arbeiten seit Kurzem nicht mehr im Büro, sondern zuhause. Statt außer Haus essen beziehungsweise kochen diese Leute jetzt wieder in den eigenen vier Wänden. Das zeigt die sprunghaft gestiegene Nachfrage nach Mehl, Nudeln und Fertiggerichten im Einzelhandel.
Bei den Vermarktern von Bioweizenmehl kommt der erhöhte Bedarf an. „Derzeit ist alles anders als sonst. Wir spüren eine große Nachfrage nach Ein-Kilo-Päckchen Mehl, der wir nur mit Aushilfskräften beim Abpacken nachkommen können“, erklärte jüngst der Geschäftsführer einer Mühle im Land, die Biogetreide mahlt. Dass der Bioweizen für seine Vermahlung noch vor der nächsten Ernte zur Neige gehen könnte, fürchtet der Fachmann nicht. Dazu sei der Auftrag nicht groß genug. Der Einzelhandel habe zwar einen großen Bedarf an Kleinpackungen, aber die Gesamtmenge sei dennoch überschaubar.
Lesen Sie den vollständigen Text in BWagrar 14-2020, Rubrik Wirtschaft+Markt, Seite 67.
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