Weniger globaler Handel erwartet
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Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) prognostiziert die weltweite Maiserzeugung im Wirtschaftsjahr 2022/23 auf 1.168 Millionen Tonnen und damit nahezu unverändert zur vorangegangenen Prognose. Im Vergleich zum Vorjahr kämen damit global rund 4 Prozent weniger zusammen.
Die Schätzung für die EU nach einem von Dürre geprägtem Jahr wurde erneut nach unten korrigiert und wird jetzt bei 54,8 Millionen Tonnen gesehen, im Oktober waren es noch 56,2 Millionen Tonnen gewesen. Dagegen wird eine US-Erzeugung von 353,8 Millionen Tonnen erwartet, das liegt über der Schätzung des Vormonats von 352,9 Millionen Tonnen.
Der Verbrauch hingegen wird jetzt auf weltweit 1.175,3 Millionen Tonnen beziffert, was rund 750.000 Tonnen mehr sind als noch im Oktober avisiert. Während in der EU aufgrund der geringen ausfallenden Erzeugung rund 74,7 Millionen Tonnen (-1,4 Millionen Tonnen gegenüber der Oktober-Prognose) verbraucht werden dürfte, wird für die USA (+0,6 Millionen Tonnen) und Kanada (+0,6 Millionen Tonnen) ein größerer Verbrauch prognostiziert. Im Vergleich zum Wirtschaftsjahr 2021/22 wird der globale Verbrauch damit um voraussichtlich 2 Prozent zurückgehen.
Der Welthandel mit Mais wird mit 183,5 rund 1,3 Millionen Tonnen unter der Vormonatsprognose und 9,5 Millionen Tonnen unter dem Vorjahresvolumen gesehen. Das liegt insbesondere am kleinere Exportvolumen der USA. Allerdings bleiben die USA mit prognostizierten 57 Millionen Tonnen weiterhin der wichtigste Exporteuer, damit liegen die US-Verschiffungen aber 5,9 Millionen Tonnen unter dem Vorjahresergebnis.
Argentinien dürfte mit 40 Millionen Tonnen das Vorjahr zwar um 1,1 Millionen Tonnen übertreffen, angesichts der ungünstigen Vegetationsbedingungen in den argentinischen Anbaugebieten korrigierte das USDA seine Vormonatsprognose jedoch um 1 Millionen Tonnen nach unten. Brasiliens Exporte werden weiterhin bei 46,5 Millionen Tonnen gesehen, was ein deutliches Plus zum Vorjahr von rund 14 Millionen Tonnen darstellt.
Die weltweiten Endbestände werden dementsprechend im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Millionen Tonnen geringer bei 300,8 Millionen Tonnen gesehen und verfehlen damit das Vorjahresergebnis um 6,9 Millionen Tonnen.
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